Mehr Wertschätzung für Erzieher

Von: bea/nai
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Geiz ist nicht geil: Auf dem Ferdinand-Schmetz-Platz und der Annaplatte protestierten Ver.di-Mitglieder. Freitag, 10 bis 13 Uhr, gibt es wieder Infos am Mariadorfer Dreieck. Foto: bea/nai
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Geiz ist nicht geil: Auf dem Ferdinand-Schmetz-Platz und der Annaplatte protestierten Ver.di-Mitglieder. Freitag, 10 bis 13 Uhr, gibt es wieder Infos am Mariadorfer Dreieck. Foto: bea/nai

Nordkreis. „Klar unterschreibe ich“, sagt die junge Mutter, eine Dreijährige und einen Säugling im Schlepptau: „Ihr leistet wirklich Unglaubliches – jeden Tag!“

Auf dem Wochenmarkt am Ferdinand-Schmetz-Platz hatten sich am Mittwoch Ausständler der Herzogenrather Stadtverwaltung postiert, um zu informieren, dass es bei der ganzen Auseinandersetzung nicht nur um Erzieherinnen in den Kitas gehe (auch die Fachberatung Kindergärten streikt mit), sondern auch um Sozialpädagogen und -arbeiter.

„Überall, wo Menschen im sozialen Bereich arbeiten, sind die Anforderungen gestiegen, ohne dass es dafür entsprechenden Ausgleich gibt“, sagt Sozialpädagogin Angela Metten, Mitarbeiterin der Jugendgerichtshilfe. „Wir haben studiert, bilden uns fort, bieten Zusatzqualifikationen, die gerne genommen, aber nicht bezahlt werden. Es geht uns also auch um Wertschätzung.“

Einfluss geltend machen

Ähnlich argumentieren die Protestler in Alsdorf, die auf dem Annaplatz ihre Ziele verdeutlichen wollten. Günther Thimm, Sozialarbeiter und Personalrat: „Nicht die Streikenden sind schuld, dass Kitas geschlossen bleiben, sondern der Arbeitgeber, der nicht einlenkt.“

Natürlich gab es auch negative Reaktionen, auf den „Rücken der Kinder“ verweisend – aber im Wesentlichen seien die Streikenden auf Zustimmung gestoßen.

Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens hat sich indessen an Städteregionsrat Helmut Etschenberg mit der Bitte gewandt, seinen Einfluss geltend zu machen, damit es möglichst bald eine einvernehmliche Regelung und eine vertretbare Lösung für die Erzieherinnen gebe. Er selbst werde sich als Mitglied des Präsidiums des Städte- und Gemeindebunds ebenfalls einsetzen, „da sehr viele Familien auf das Angebot der Kindergärten dringend angewiesen sind“.

Rodas Bürgermeister Christoph von den Driesch betonte am Dienstag im Stadtrat, dass der Kommunale Arbeitgeberverband bereits angeboten habe, pädagogisches Personal, das mit Zusatzaufgaben wie Inklusion, Integration und Flüchtlingsarbeit betraut sei, höher zu gruppieren.

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