Mehr Ölspuren: Alsdorfs Grüne wollen Antworten

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Alsdorf. Dass die Helfer der Feuerwehr in den vergangenen Monaten häufig ausrücken und Ölspuren auf den Straßen abstreuen mussten, hat in Alsdorf die Grünen alarmiert.

Schriftlich hatte die Fraktion die Verwaltung aufgefordert diesbezügliche Zahlen vorzulegen. Nun sei klar, dass es sich tatsächlich nicht nur um einen „gefühlten Anstieg“ der Feuerwehreinsätze handelt, sagt Fraktionsvorsitzender Horst-Dieter Heidenreich. Doppelt so oft wie zuvor mussten 2014 die Helfer wegen Verkehrs- und Umweltgefährdung durch Ölspuren ausrücken. „130 Mal, also etwa jeden dritten Tag, musste der gefährliche Schmier aus diversen Fahrzeugen auf Alsdorfs Straßen unschädlich gemacht werden. Eine gravierende, nicht zu akzeptierende Anzahl“, sagt Heidenreich. „Dabei fällt auf, dass nur rund ein Drittel der verursachenden Fahrzeuge ermittelt werden konnte.“

Von diesen 45 entdeckten Verursacher waren 29 Autos, drei Laster, zwei landwirtschaftliche Fahrzeuge, aber auch zwei Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs. „Das verwundert, weil man doch erwarten darf, dass solche teils im täglichen Einsatz stehenden Busse ja eigentlich besonders intensiv gewartet werden sollten.“ Motorräder und „sonstige“ Fahrzeuge waren neun Mal betroffen, der Rest liegt im Dunkeln.

Die Grünen wollen nun weitere Einzelheiten vom Bürgermeister wissen. In einer zweiten schriftlichen Anfrage geht es um mögliche Schäden und Kosten. In wie vielen Fällen Oberflächen- oder sogar Grundwasser kontaminiert wurde, ist eine Frage.

Die zweite Frage zielt auf die Finanzen ab. Wie hoch die Kosten für einen durchschnittlichen „Ölspur-Einsatz“ sind, wollen die Grünen erfahren – und welche Kosten der Stadt Alsdorf insgesamt entstanden sind. Heidenreich: „Es handelt sich hier um kein Kavaliersdelikt, sondern um eine teils massive Gefährdung, nicht nur für Wasser und Boden, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer, insbesondere Zweiradfahrer.“

Nach Vorlage der weiteren Antworten der Verwaltung werde zu diskutieren sein, ob und welche Maßnahmen die Stadt zur Eindämmung dieser Vorfälle ergreifen könne.

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