Herzogenrath - Mehr Mitsprache für Kinder und Jugendliche

Mehr Mitsprache für Kinder und Jugendliche

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Herzogenrath. Der lange Atem hat sich gelohnt: Bereits seit 2005 setzte sich die SPD dafür ein, dass Jugendliche in Herzogenrath ein eigenes, verbindliches Gremium bekommen, in dem sie ihre Interessen, Anregungen und Wünsche artikulieren können. War die Grundsatzentscheidung für den Jugendbeirat im Dezember 2009 im Jugendhilfeausschuss noch ein Mehrheitsbeschluss, erfolgte die Detailplanung im März einstimmig.

Beim 2. Runden Tisch des Jugendbeirates der Stadt Herzogenrath wurde der eingeschlagene Weg jetzt fortgesetzt.

Dr. Hans-Joachim Helbig (SPD), Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, betonte in seiner Begrüßung, wie wichtig das Mitspracherecht von Kindern und Jugendlichen sei. „Es ist uns ein großes Anliegen, nach den überstandenen Differenzen den Jugendbeirat voranzubringen und ernsthaft zu etablieren”, sagte Helbig, der die Leitung des Runden Tisches übernommen hat.

Nachdem die Ergebnisse des bis dahin letzten Runden Tisches am 20. April und aus dem Jugendforum vom 5. November besprochen wurden, ging es an detaillierte Planungsarbeit. Wie soll sich der neue Jugendbeirat zusammensetzen? „Es gilt festzulegen, wer mitwirken kann und wer wählen beziehungsweise gewählt werden darf”, erklärte Bernd Krott, Leiter für den Bereich Jugend.

Die bereits angedachten Struktur-Vorschläge aus der letzten Sitzung des Runden Tisches wurden in den Themenbereichen Altersgruppe, Wahlberechtigte, Wahlperiode weiter ausgearbeitet. Gemeinsam mit den Schülervertretern von allen weiterführenden Schulen in Herzogenrath wurden jeweils Pro und Contra diskutiert. „Leider sind wir uns bis jetzt noch nicht so einig geworden, dass wir detaillierte Angaben veröffentlichen können”, erklärte Krott. Voraussichtlich sollen Kinder ab zehn Jahren wahlberechtigt sein und Jugendliche von 14 bis 18 Jahren für das neue Gremium kandidieren können.

„Unser Ziel ist, dass die Jugendlichen bei allen sie betreffenden Belangen nicht mehr einfach nur unverbindlich mitreden, sondern nun auch wirklich mitentscheiden können”, erklärte Krott. Das seien nicht nur Bildung und Freizeit, sondern beispielsweise auch Umwelt und Verkehr.

Eine Frage ist derzeit auch, wie der neue Beirat bei der Zielgruppe beworben werden soll. Eine neue Homepage sowie Zusammenkünfte mit Schülervertretern und Schülervollversammlungen sollen den Informationsfluss gewährleisten, so die Idee.

Wie Senioren oder Migranten

Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch sagte dem künftigen Gremium jedenfalls einen eigenen Etat zu und bestätigte, dass nicht genutzte Mittel in das neue Jahr übertragen werden sollen.

„Voraussichtlich ab nächstem Jahr wird Jugendlichen endlich die gleiche Mitwirkungsmöglichkeit in der Kommune ermöglicht, wie sie die Senioren im Seniorenbeirat, die Migranten im Integrationsrat und die Behinderten im Behindertenbeirat bereits haben”, verdeutlichte Krott.
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