Würselen - Mehr Fingerspitzengefühl bei Lebensmittelkontrollen?

Mehr Fingerspitzengefühl bei Lebensmittelkontrollen?

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Würselen. Der Förderverein der Kindertagesstätte St. Petrus und Paulus wollte auf dem Bardenberger Weihnachtsmarkt wie in den Vorjahren frisch gebackene Waffeln verkaufen. Der Erlös sollte erneut dem Kindergarten der Pfarre zugute kommen. Doch dann kam die Lebensmittelüberwachung der Städteregion Aachen – und die Aktion fand ein Ende.

Den Bardenberger SPD-Ratsherr Heinz Viehoff lässt das nicht ruhen. Von dem Auftritt der Lebensmittelüberwachung seien die ehrenamtlichen Kräfte des Fördervereins so verunsichert gewesen, dass sie spontan ihren Waffelstand geschlossen hätten, sagt er gegenüber unserer Zeitung. Die Auflagen der Lebensmittelüberwachung hätten zeitnah nicht mehr erfüllt werden können.

„Viele Vereine versuchen auf ähnliche Weise, Gelder für gemeinnützige Zwecke zu erwirtschaften.“ Auch der SPD-Ortsverein Bardenberg möchte mit seinem jährlichen Kinderfest vornehmlich den Kindern, die keinen Urlaub machen konnten, einen schönen Abschluss ihrer Schulferien ermöglichen. Auch hier gelinge das nur mit dem großem Engagement der ehrenamtlichen Kräfte und den Spenden der Bürger, im Wesentlichen von den Geschäftsleuten der Dorfstraße.

„Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen in der Städteregion hierüber mal Gedanken machen. Die Kontrollen sind mit Sicherheit wichtig, man kann aber auch mal Fingerspitzengefühl beweisen und Tipps zur Umsetzung der Vorschriften geben anstatt durch überzogene Anforderungen solche ehrenamtliche Aktivitäten unmöglich zu machen“, fordert Viehoff.

An anderer Stelle seit die Überwachung wesentlich großzügiger. So würden jährlich tausende Patienten in Krankenhäusern an der Infektion mit resistenten Keimen sterben. Viehoff: „Bisher sind in Deutschland in dieser Problematik noch keine großen Fortschritte gemacht worden, in den Niederlanden schon!“

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