Mehr als eine Informationsveranstaltung zum Thema Diabetes

Von: ehg
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Freuten sich über zahlreiche Besucher: Dr. Stefan Hansen (v.li.), Bürgermeister Werner Breuer, Dr. Ulrich Dieck und Dr. Horst-Josef Pelzer auf dem 8. Diabetes-Tag in Würselen. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Rund acht Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes erkrankt. Die Behandlung dieser Störung des Stoffwechsels hat in den letzten Jahren eine grundlegende Wandlung erfahren.

Galten doch eine gute Diabeteseinstellung und eine freie Lebensweise in früheren Zeiten als unvereinbar. Beide Ziele lassen sich auch heute nur erreichen, wenn der Diabetiker aktiv in die Behandlung des Stoffwechselstörung mit einbezogen wird.

Dazu trug zum achten Male der im Alten Rathaus veranstaltete Diabetes-Tag mit seinen vielseitigen Informationen rund um diese Stoffwechselkrankheit ein gutes Stück bei.

Angebot wurde angenommen

Die Erkrankten und auch deren Angehörige - auch von außerhalb der Stadt - nahmen dieses Angebot in großer Zahl an. Dr. Ulrich Dieck, der neben Dr. Horst-Josef Pelzer auch in diesem Jahr wieder Organisator der Veranstaltung war, freute sich über mehr als 350 Besucher.

Bürgermeister Werner Breuer eröffnete mit einem Grußwort und bedankte sich herzlich - nicht nur bei den Organisatoren, sondern auch bei allen übrigen Therapeuten und den ausstellenden Fachfirmen für deren hohes Engagement, das sie auch in diesem Jahr wieder an den Tag legten.

Die Resonanz belege, wie groß das Bedürfnis nach Informationen bei den Erkrankten sei. Er wünschte sich, dass diese Informationsveranstaltung auch künftig stattfinden werde. Dazu Dr. Ulrick Dieck: „Der Aufwand ist zwar groß. Aber wir werden den Diabetes-Tag solange veranstalten, solange dafür eine Akzeptanz besteht.”

Der 8. Diabetes-Tag sollte mehr als nur eine reine Informationsveranstaltung sein. Er war ein Forum, auf dem Betroffene und Therapeuten sich persönlich begegnen konnten, untereinander und miteinander. Und so nutzten viele Patienten die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit dem Facharzt, der Ernährungsberaterin, dem Orthopädie-Schuhmacher und der Physiotherapeutin, aber auch mit den Mitarbeitern der Pharma-Fachfirmen.

Apothekerinnen führten Blutzuckertests durch oder maßen den Blutdruck beziehungsweise den Druck an den Füßen der Besucher. Aber auch ein drittes Ziel verfolgten die Organisatoren noch mit dieser Veranstaltung: die Verzahnung von Fachabteilungen der Krankenhäuser mit den niedergelassenen Fachpraxen. „Auch sie ist uns wichtig”, betonte Dr. Ulrich Dieck. In Vorträgen kamen Fachärzte des Medizinischen Zentrums Kreis Aachen und des Luisenhospitals in Aachen von der Unfallchirurgie über die Innere Medizin bis hin zur Gynäkologie zu Wort. Nicht zuletzt war auch „Diabetes und Inkontinenz” ein Thema, vor allem aber zeigte eine Physiotherapeutin auf, wie bei diesem heimlichen Volksleiden Abhilfe geschaffen werden kann.

Zu Beginn der Veranstaltungsreihe rührte Facharzt Dr. Stefan Hansen die Werbetrommel für „diabetesDE”. Hierbei handelt es sich um eine gemeinnützige Einrichtung, die auf Initiative der Deutschen Diabetes-Gesellschaft und des Verbandes der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland ins Leben gerufen worden ist.

Unter diesem Dach setzen sich Diabetiker und alle Berufsgruppen, die mit dieser Volkskrankheit befasst sind, für eine bessere Prävention, Versorgung und Forschung im Kampf gegen Diabetes ein. Nicht zuletzt unterstützt „DiabetesDe” auch die Arbeit von Selbsthilfegruppen.
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