Medizinisches Zentrum wird zum „Rhein-Maas Klinikum“

Von: Karl Stüber
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Rund 53 Jahre liegen zwischen diese beiden Aufnahmen: Am 31. Januar 1964 legte Ministerpräsident Franz Meyers den Grundstein für den Bau des Kreiskrankenhauses Marienhöhe in Würselen. Foto: Rhein-Maas Klinikum (3), Karl Stüber
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Noch ist der langjährige Name Medizinisches Zentrum am Eingangsgebäude zu erkennen. Foto: Rhein-Maas Klinikum (3), Karl Stüber
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Hier ist noch die Schönstätter Marienschwester Robertis im Operationssaal im Einsatz (l.). Die Schwestern zogen sich im Jahre 1987 aus der Betriebsführung zurück. Foto: Rhein-Maas-Klinikum

Würselen. „Rhein-Maas Klinikum“– an diesen neuen Namen wird man sich erst einmal gewöhnen müssen. Der Begriff Medizinisches Zentrum Würselen oder kurz MZ hat sich über Jahren in den Köpfen „festgesetzt“. Ab heutigem Samstag ist dieser Name aber Geschichte.

Die Gesellschafter Städteregion Aachen und Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See sehen in der Umfirmierung ein Signal für die Zukunft und die Ausrichtung des Hauses. Oder, wie es Geschäftsführer René A. Bostelaar angesichts Investitionen im zweistelligen Millionenbereich formuliert: „Die Neuerungen der letzten Jahre sollen der Auftakt für die stetigen Weiterentwicklungen im Rhein-Maas-Klinikum sein, mit dem Ziel, die höchsten Ansprüche des Gesundheitsmarktes dauerhaft erfüllen zu können.“ Das Würselener Krankenhaus biete als Schwerpunktklinikum in vielen Fachbereichen eine medizinische Maximalversorgung an, die sich mit ihren Spezialisierungen „nicht nur an die Bürger im Umkreis, sondern an eine überregionale und internationale Klientel“ richten.

Die Ziele werden also auch räumlich recht weit gesteckt. Dafür will man auf den heiß umkämpften Gesundheitsmarkt kräftig Öffentlichkeitsarbeit leisten. So wird eine neue Patienten-Informationsreihe im Centre Charlemagne, dem „Neuen Stadtmuseum Aachen“, gestartet, um die Bevölkerung dort auf das nach dem Klinikum Aachen zweitgrößte Krankenhaus in der Region aufmerksam zu machen. In einer ersten Veranstaltung am Mittwoch, 12. Juli, geht es bei freiem Eintritt in dem Gebäude am Katschhof 1 unter dem Titel „Das Kreuz mit dem Kreuz“ um Rückenschmerzen. Drei Würselener Mediziner referieren.

Diese Aktivitäten dürften nicht nur das Klinikum und die in Aachen etablierten Krankenhäuser mit Interesse verfolgen, sondern auch weitere „Gesundheitsanbieter“ im Umfeld.

Aufmerksamkeit verdient auch eine umfangreiche Chronik, die das MZ, Pardon das Rhein-Maas Klinikum, extra zur Feier des Tages und zum 50-jährigen Bestehen des Standortes Marienhöhe hat erstellen lassen (siehe Info). Neben einer detaillierten Dokumentation der Einrichtungen, Angebote und Ansprechpartner des aktuellen Rhein-Maas Klinikum wird die Historie des Krankenhauses nachgezeichnet. „Als die Marienhöhe am 1. Mai 1967 eröffnet wurde, verbesserte sich schlagartig die medizinische Versorgungssituation für die Menschen, insbesondere im nördlichen Teil des Landkreises Aachen“, sagt Geschäftsführer Bostelaar. Marienhöhe, damals „auf der grünen Wiese“ errichtet, sei das modernste Krankenhaus in der Region gewesen. Dabei hatte es sage und schreibe 70 Jahre von der Idee bis zum Bau der Einrichtung gedauert. Schließlich wurde die Einrichtung am 1. Mai 1967 auf Marienhöhe eröffnet. Über 33 Jahre lang – bis Ende 2000 – handelte es sich um ein reines Kreiskrankenhaus. Bis 1987 wurde es durch die Schönstätter Marienschwestern geführt.

Zum 1. Januar 2001 erfolgte die Fusion mit dem fünf Kilometer entfernten Knappschaftskrankenhaus Bardenberg. Begründet wurde dies mit Veränderungen in der Krankenhausfinanzierung und dem zunehmenden Wettbewerb auf dem Gesundheitsmarkt. Umfassende und komplexe Neuregelungen wurden vereinbart. Allein die Verlesung des Vertragswerkes nahm bei der Unterzeichnung am 19. Dezember 2000 rund 40 Minuten in Anspruch. 145 Jahre war das Knappschaftskrankenhaus in Bardenberg eingenständig gewesen.

Der Masterplan 2018 ebnete schließlich den Weg zur Umbenennung in Rhein-Maas-Klinikum. Die Einrichtung zählt derzeit 15 Fachkliniken mit 753 Betten, mehr als 25.000 stationär und 34.500 ambulant behandelten Patienten im Jahr sowie über 1500 Mitarbeitern.

Geschäftsführer Bostelaar sieht sein Haus gut gerüstet, „auch für die nächsten 50 Jahre der zentrale Punkt für die gesundheitliche Fürsorge der Menschen in der Städteregion zu bieten“. Auf die dann fällige Chronik und die entsprechende Feier darf man gespannt sein.

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