Würselen - Medizinisches Zentrum: Offizielle Eröffnungsfeier des Neubaus

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Medizinisches Zentrum: Offizielle Eröffnungsfeier des Neubaus

Von: mabie
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Der Neubau des Medizinischen Zentrums ist offiziell eingeweiht worden. Foto: Markus Bienwald
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Geschäftsführer René A. Bostelaar (v.l.), Festredner Martin Schulz, der Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bahn-See, Dr. Georg Greve, Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Würselens Bürgermeister Arno Nelles erledigten derweil den offiziellen Teil zur Eröffnung des modernen Gebäudes. Foto: Markus Bienwald
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Ein Auftritt des Knappenchors St. Barbara erinnerte an die Bergbau-Tradition des Medizinischen Zentrums: Sänger Friedrich Ebbert (l.) und Martin Merschen schauten sich aber auch im Hause um und staunten über das überdimensionale Modell eines Magens.

Würselen. Zu Recht trage der Masterplan 2018 des Medizinischen Zentrums (MZ) der Städteregion Aachen seinen Namen, erfuhren die rund 200 Gäste bei der Eröffnungsfeier von „Haus C“. Fertig ist die von Geschäftsführer René A. Bostelaar 2012 eingeleitete Umgestaltung der offiziellen Nummer 2 der Kliniken in der Region aber noch lange nicht.

Davon zeugten Bauarbeiten auf dem Außengelände, aber auch das zum Festsaal umgestaltete Untergeschoss des neuen Baus. Denn wer zur Decke schaute, entdeckte rohen Beton und unverkleidete Versorgungsleitungen. Doch auch das zeigt, wie sehr sich das Antlitz des 1967 gegründeten Standorts Marienhöhe geändert hat. „Wir sind sehr froh, dass die Gesellschafter sich von unserem Plan überzeugen ließen, den Neubau hier hinzusetzen“, sagte Bostelaar. Bei der Vorstellung der Ideen des Niederländers im April 2012 habe es viele Emotionen – auch Ängste vor einer Teilschließung und Verkleinerung – gegeben. „Aber wir haben alles gemeistert – was eine gemeinsame Leistung aller Beteiligten ist.“

In drei Jahren Bauzeit wurden ohne Zwischen- und Unfälle rund 11.000 neu gebaute Quadratmeter optisch wie technisch ans bestehende Gebäude angebunden – im laufenden Krankenhausbetrieb. Verteilt auf acht Stockwerke, wird das 32 Meter hohe Bauwerk – mit Intensivmedizin, 110 Patientenzimmern und der „Premium“-Wahlleistungsstation – von einem einzigartigen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach gekrönt. Damit sei ein „Meilenstein“ erreicht, sagte Bostelaar und zog seinen Hut vor allen Mitstreitern, die eine so tiefgreifende Operation mit viel Tatkraft geschafft haben.

Städteregionsrat und Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Etschenberg griff die Idee des Meilensteins auf, erinnerte an die Historie, die 1856 mit Eröffnung des Krankenhauses in Bardenberg begann und vor 14 Jahren zur Fusion beider Standorte führte: „Eine Besonderheit ist die Stringenz, mit der der Masterplan umgesetzt wurde.“ Uneingeschränkt positiv bewertete er, dass das Haus nach wie vor in öffentlicher Trägerschaft der Knappschaft und der Städteregion sei. „Wir haben genug Privatisierung auf diesem Sektor“, lobte der Städteregionsrat das MZ als „eines der leistungsstärksten medizinischen Dienstleistungszentren in der Region Rhein-Maas“.

Der Erste Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bahn-See, wie die Knappschaft heute offiziell heißt, Dr. Georg Greve, ergänzte, dass das MZ mit seiner knapp 160-jährigen Tradition eines der ältesten Krankenhäuser überhaupt sei. Dass es trotz aller Tradition auf Erreichtem verharre, zeige der Masterplan. Greve: „Bis alles fertig ist, werden wir 50 Millionen Euro investiert haben.“

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz erinnerte als Festredner an den Geschäfts- und Unternehmergeist niederländischer Seefahrer, die immerhin den Weg um Kap Hoorn entdeckten: „Der Anführer dieses Unternehmens muss ein Vorfahre von Ihnen gewesen sein“, meinte er augenzwinkernd zu René Bostelaar.

Schulz freute sich, dass die Investition in ein Krankenhaus auch eine Investition in „öffentliches Mobiliar“ sei, das der Gemeinschaft zugutekomme. „Was Menschen im Bereich Gesundheitsvorsorge leisten, bedarf ohnehin der besonderen Würdigung“, schloss er. Gerade für ein Krankenhaus, dass für Familien bei Geburten die glücklichsten Momente, aber im Sterbefall auch die traurigsten bedeute, sei es besonders wichtig, eine gute Infrastruktur zu schaffen. Schulz freute sich auf die von Bostelaar angepeilten 50 Jahre, für die das Krankenhaus nach Umsetzen des Masterplans gerüstet sei: „Dann werde ich 109 Jahre alt sein und würde mich freuen, wenn Sie mich noch mal als Festredner einladen!“

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