Medizinisches Zentrum hat mit Klaus Böckmann einen neuen Pflegedienstleiter

Von: Holger Bubel
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Will den Pflegedienst effizient machen: Klaus Böckmann (M.). Unterstützen wollen ihn dabei Geschäftsführer René Bostelaar (l.) und der Ärztliche Direktor Professor Christoph Kosinski (r.). Foto: Holger Bubel

Würselen. Dass das Medizinische Zentrum der Städteregion Aachen (MZ) ein kompliziertes Konstrukt ist, musste jetzt Städteregionsrat Helmut Etschenberg feststellen. Der MZ-Aufsichtsratsvorsitzende hatte wohl die Betriebsteile Bardenberg und Würselen durcheinander geworfen und stand zur Vorstellung des neuen Pflegedienstleiters Klaus Böckmann etwas ratlos in Bardenberg, während MZ-Geschäftsführer René Bostelaar den Neuen im Betriebsteil Würselen vorstellte.

Klaus Böckmann hat eine Aufgabe im rund 750 Betten starken MZ inne, um die er nicht zu beneiden ist. Der 40-Jährige aus Kerpen übernimmt die Verantwortung über den Pflegedienst und damit für den Einsatz von 550 Vollzeitstellen, aufgeteilt auf 800 Mitarbeiter, vom „plötzlich und unerwartet“ (René Bostelaar) ausgeschiedenen Pflegedirektor Winfried Königs, als es um Einsatz und Bezahlung des Pflegepersonals heftigen Streit gab. Klaus Böckmann will den Dienst am Patienten verbessern.

Um dies zu erreichen, sollen die Arbeitsabläufe für das Pflegepersonal optimiert werden. Als an der Uniklinik Köln ausgebildeter Krankenpfleger weiß er, „wo der Schuh drückt“ beim Pflegepersonal. Als zuletzt Teamleiter an der Uniklinik und Pflegedienstleiter am Dreifaltigkeitskrankenhaus in Wesseling, möchte er seine Erfahrungen für Patienten, Pflegekollegen und Ärzte einbringen. „Es müssen Freiräume für das pflegende Personal geschaffen werden, damit sie ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen können“, sagt Böckmann. Das Konzept sieht unter anderem den Ausbau des Case Managements vor, bei dem sich fortgebildete Kräfte um den organisatorischen Ablauf schon vor dem Besuch eines Patienten bis nach dessen Entlassung kümmern. Einfache, aber notwendige Aufgaben werden von weniger Qualifizierten übernommen.

Alternative Arbeitszeitmodelle sollen eine Anstellung im MZ attraktiv machen. Denn: Gut ausgebildetes Personal im Gesundheitssektor zu finden, ist schwer, weiß Böckmann. „Mit den Maßnahmen reagieren wir auf die kommerziellen Rahmenbedingungen als Krankenhaus“, sagt Geschäftsführer Bostelaar, „die Marktwirtschaft hat durch Vorgaben von Politik und Krankenkassen im Gesundheitswesen Einzug gehalten.“

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