Medizinforum: Mit Schutzfaktor 50 maximal zwei Stunden Sonne

Von: pohl
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Das Sonnenbad ist gefährlicher denn je geworden. Die Risiken zeigte die Aachener Dermatologin Dr. Julia Hepp bei einem Fachvortrag in der Alsdorfer Stadthalle auf. Begrüßt wurde sie vom Vorstandsvorsitzenden Rolf Leonhard Haugrund und Brigitte Hinkelmann (Mitte). Foto: Pohl

Alsdorf. In den vergangenen Jahren sind Hautkrebserkrankungen in Deutschland (und darüber hinaus) dramatisch angestiegen. Eine Erhöhung um 50 Prozent erkennen Fachleute. Das liegt an den hohen UVB-Belastungen – es hat aber auch andere Gründe.

Wie beispielsweise der oft vernachlässigte Schutz vor der Sonneneinstrahlung durch Kleidung oder durch Prävention. Das 26. Medizinforum der Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen (mha) und das Gesundheitsforum unter der Federführung des Fördervereins Katholische Stiftung Marienhospital Aachen nahmen sich der Thematik an.

Unter dem Titel „Die Sonne und ihre Schattenseiten“ referierte und diskutierte die Aachener Dermatologin Dr. Julia Hepp in der Alsdorfer Stadthalle zum Thema. Die Fachärztin wurde vom Vorstands-Vorsitzenden des Fördervereins, Rolf Leonhard Haugrund, und von Brigitte Hinkelmann willkommen geheißen.

„Leider viele Nachteile“

„Frau Hinkelmann ist der Motor unserer Veranstaltungsreihe“, richtete Haugrund ein Kompliment an die frühere AsF-Vorsitzende. Trotz Fußballs und schönen Wetters „haben wir heute eine sehr gute Beteiligung“, zeigte sich Brigitte Hinkelmann sehr zufrieden.

„Sonne hat, so schön sie auch ist, leider sehr viele Nachteile für uns“, leitete die Fachärztin ein. Zunächst stellte sie vor, was denn die Sonne eigentlich ist und welche Gefahren von ihr ausgehen? Durch Sonnenlicht wird die Abnutzung der Haut deutlich gefördert. Das ist nicht nur in Verbrennungen begründet. Auch Falten und Hautalterung gehen einher. Sie riet dazu, dass man – Studien folgend – täglich nur zweieinhalb Minuten direkte UV-Einstrahlung zulassen solle. Ohne Lichtschutz.

Mit Cremes eines Schutzfaktors 50 könne man etwa zwei Stunden Sonne höchstens „vertragen“. Weitere Inhalte des Fachvortrages waren „das häufige Problem der Sonnenallergien oder auch der Photoallergien. Unter anderem erfuhren die Interessierten, dass auch bestimmte Medikamente die Empfindlichkeit steigern könnten.

Dazu zählen beispielsweise Blutdruckmittel. Sonnenschutz gilt insbesondere in den „lichtstarken Monaten von Mai bis September, besonders in den Zeiten zwischen 10 und 15 Uhr.

Zu beachten gab Dr. Hepp auch, dass viele Sonnenanbeter sich bei regelmäßiger Nutzung von Cremes mit hohem Schutzfaktor in Sicherheit wögen. Das sei ein Trugschluss, denn die Cremes verleiteten zu einem längeren Sonnenbad. Und das könne das Krebsrisiko sogar erhöhen.

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