Matthias Goebbels als Kirchenmaler äußerst produktiv

Von: gpesler@t-online.de
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Baesweiler. Zugegeben, heute ist der bedeutende Kirchenmaler Matthias Goebbels (1836-1911) außer bei Experten weithin in Vergessenheit geraten. Das soll sich jetzt bei einem Vortrag der Volkshochschule ändern.

Selbst der nach ihm im Jahre 2007 benannte Friedhofsvorplatz in Baesweiler und eine Ausstellung im Jahre 2011 zu seinem 100. Todestag in der Abtei Rolduc unter Beteiligung des Geschichtsvereins Baesweiler haben seinen Bekanntheitsgrad im Ort kaum weiter steigern können.

Dabei ist er ein Sohn der Stadt und auf seinen ausdrücklichen Wunsch auf dem Friedhof in Baesweiler beerdigt, obwohl ihm als Kanoniker am Aachener Dom eine Grabstätte in der alten Kaiserstadt zugestanden hätte.

Der Geschichtsverein Baesweiler und die Volkshochschule (VHS) Nordkreis Aachen möchten mit einem Vortrag das Wissen in der Öffentlichkeit zu seinem Leben und Werk wiederbeleben. Catharina Scholtens, Vorsitzende des Geschichtsvereins Baesweiler, befasst sich bereits seit vielen Jahren intensiv sowohl mit dem kirchlichen Werdegang von Matthias Goebbels als auch mit seiner künstlerischen Tätigkeit.

Als Leiterin der ehrenamtlichen Gästeführer in der altehrwürdigen Abtei Rolduc hat sie zu seinen Kunstwerken einen ganz besonderen Zugang. In dem Klosterkomplex zwischen Herzogenrath und Kerkrade finden sich die schönsten Ergebnisse seiner Schaffenskraft, und auch nur dort sind die Goebbel´schen Werke heute noch zu bestaunen.

Er hat zwar mehr als 30 weitere Kirchen ausgemalt – insgesamt eine unglaubliche Produktivität auf allerhöchstem Niveau – allerdings existieren diese Bauten heute nicht mehr. Sein kirchliches Wirken wurde gekrönt durch die Ernennung zum Kanoniker am Aachener Dom im Jahre 1892. Catharina Scholtens wird Einblicke in das Leben eines Baesweilers geben, dessen Liebe der Kirche und der Kunst galt.

Am Mittwoch, 2. März, 19 Uhr, hält sie ihren Vortrag im Kulturzentrum der Burg Baesweiler, Burgstraße 16. Anmeldungen zu der kostenfreien Veranstaltung bitte bei der VHS (Telefon 02404/90630), beim Geschichtsverein Baesweiler unter Telefon 02401/4902 oder per E-Mail .

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