„Masterplan Ofden überdenken“: SPD stellt sich hinter Grundsatzbeschluss

Von: rp
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Alsdorf. Auf dem ehemaligen VABW-Gelände in Ofden hat der Ausbau für das neue Wohngebiet vor wenigen Tagen begonnen. Nicht nur an diesem Projekt hatte es Kritik gegeben.

Bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Alsdorf-Ofden hatte auch der „Masterplan Ofden“ noch einmal für Gesprächsstoff gesorgt. Ortsvereinsvorsitzender Markus Conrads hieß zahlreiche Mitglieder willkommen. Obwohl Neuwahlen des Vorstandes anstanden, ging erst erst einmal ausführlich um den Masterplan, der eine Bebauung der Flächen vorsieht, auf denen derzeit noch Realschule und Gymnasium stehen. Ziehen die Schüler ins neue Kultur- und Bildungszentrum, sollen die Flächen an der Theodor-Seipp-Straße für Häuser vorbereitet werden.

Diesbezüglich habe er „unzählige Bürgergespräche“ geführt, erinnerte sich Markus Conrads. Vor allem die Bebauung der Festwiese –auf einem Teil soll die evangelischen Kita realisiert werden – war bei vielen Bürgerbeteiligungen ein besonderer Zankapfel. Und nicht nur die: Der SPD-Ortsverein Ofden hatte bereits im Jahre 2009 den Grundsatzbeschluss gefasst hatte, die Tageserholungsanlage nach einem Abriss von Gymnasium und Realschule nicht zu bebauen, „Wir wollen als eigenständiger Ortsverein den Masterplan Ofden gestalten, beeinflussen und organisieren, da es für Ofden gravierende Veränderungen geben wird. Davor laufe ich und laufen wir nicht weg“, sagte Vorsitzender Konrads, der jetzt von dem damaligen Grundsatzbeschluss „eingeholt“ wurde, auf den er von seinem Ortsverein ausdrücklich hingewiesen worden war.

Nach dem Kassenbericht durch Kassierer Martin Rottenfusser und seiner Entlastung ging Bürgermeister Alfred Sonders eingehend auf den aktuellen Sachstand zu den Bebauungsplänen Realschule und Gymnasium ein. Er stellte klar, dass das Festzelt auf der Festwiese am alten Standort nach wie vor stehen könne. Die evangelische Kirchengemeinde habe bezüglich Kindergarten ihr eigenes Bauvorhaben zurückgezogen. Nun werde die Kita von der Stadt geplant.

Neue Bürger bescheren

Der Bolzplatz in Ofden soll erhalten bleiben auch die Tennisplätze werden in die Planung mit einbezogen, sagte Sonders. Die Stadt müsse das Baurecht vorantreiben. Wie die Pläne aussehen, werde man in einigen Monaten sehen. Die freiwerdenden Flächen Gymnasium und Realschule müssten aber zwingend genutzt werden. Man müsse „eine vernünftige Bebauung ermöglichen, um auch Ofden neue Bürger zu bescheren. Da die Grundschule, der Kindergarten sowie die Festwiese erhalten bleiben, muss Ofden auch neue Bürger aufnehmen. Dies ermöglicht die geplante Bebauung.“

Schon jetzt gebe es großes Interesse potenzieller Bauherren. Sonders: „Ofden ist beliebt als Wohnstandort. Das Interesse ist sehr groß – und wir müssen das Interesse mit Blick auf die Ofdener aber auch auf die ganze Stadt sehen.“ Man habe Kompromisse gefunden, auch was den Bolzplatz wie die Festwiese betreffe. Man wolle außerdem ein Großteil als Grünfläche erhalten. „Wir müssen ernsthaft mit der Kritik umgehen, aber auch damit leben.“ Rund 80 neue Familien werden dazu kommen, wovon Ofden profitieren werde, sagte Sonders. Den Masterplan stellten am Abend die Fachgebietsleiterin Bauleitplanung, Renate Schaal, und ihre Kollegen Matthias Otte und Sebastian Wiese noch einmal vor.

Schiweriger Spagat

Ortsvereinsvorsitzender Markus Conrads wies anschließend darauf hin, dass man schon einmal um diese Sache gerungen habe. „Es ist nicht einfach, sich zugleich als Ortsvereinsvorsitzender und im Stadtrat zu bemühen. Aber in dieser Eigenschaft muss ich mich an der Entscheidung der Ofdener Bürger orientieren.“

Dies führte dazu, dass sich die Versammlung in ihrer Entscheidung dem damaligen Grundsatzbeschluss, die Erholungsanlage auch nicht teilweise zu bebauen, erneut anschloss und die Verwaltung sowie Bürgermeister Alfred Sonders bat, die vorliegenden Bebauungsabsichten nochmals zu überdenken.

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