Martin Schulz beim Jubiläum der DRK-Kita Birkenstraße

Von: ny
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Viele lobende Worte für ein kleines Paradies: EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und Kindergartenleiterin Beate Winkler sprachen zu den zahlreich erschienen Gästen beim 25-jährigen Jubiläum der Kita Birkenstraße mit dem Elefanten. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. Das war eine ganz besondere Feier zum 25-jährigen Kita-Bestehen. Als ein Security-Mann im Anzug in die Birkenstraße 65, in die DRK-Kita mit dem Elefanten trat, war klar, dass irgendetwas passieren sollte. Wenig später kam mit weiteren Security-Männern Martin Schulz, der Präsident des EU-Parlaments.

„Würde ich zu den Jubiläen aller Kitas in Europa gehen wollen, würde die Zeit nicht reichen und es bliebe keine Zeit für andere Politik“, sagte der Würselener mit einem Lächeln und erklärte dann auch schnell, warum er trotzden und trotz des Geburtstags seiner Frau zu den Feierlichkeiten in der fünfgruppigen DRK-Einrichtung gekommen war: „Vor 25 Jahren war ich Bürgermeister in Würselen und habe diese Kita mit dem Deutschen Roten Kreuz eröffnet.“

Neue Ära

Damit begann mit der Kita Birkenstraße eine neue Ära der DRK-Trägerschaft in der Städteregion Aachen. „Die Birkenstraße war die erste Einrichtung für Kinder, bis heute sollten neun weitere folgen“, erinnerte Beate Winkler, die Leiterin der Kita. „Zu Zeiten der deutschen Einheit forderte die sogenannte Bedarfsdeckung, dass 75 Prozent eines Jahrgangs in einen Kindergarten gehen sollten“, erklärte Martin Schulz.

In Würselen war das anders. „Meine Frau erzählte mir damals, dass sie, egal wo sie hinkomme, nur höre, dass es keine Kindergartenplätze gebe.“ Also machte sich Würselen auf den Weg und es gelang tatsächlich, gemeinsam mit dem DRK bis 1993 fünf neue Kitas mit 25 Gruppen zu eröffnen.

So entwickelte sich in der Birkenstraße ein kleines Paradies, in dem augenblicklich 96 Kinder ab vier Monaten betreut werden. In Kinderkonferenzen lernen die Kinder ihre Argumente zu vertreten, im Kinderparlament lernen sie, Position zu beziehen, beim Klettern werden sie unterstützt, beim Spielen nicht gestört und beim Turnen können sie sich zu Musik bewegen.

„Vieles veränderte und verändert sich an äußeren Begebenheiten in den 25 Jahren. Mit vielen neuen Situationen lernen Kitas immer wieder umzugehen, denn letztlich bleibt immer eines gleich: Den Kindern den Raum geben, damit sie sich entfalten, ihnen Flügel geben und zugleich ein sicheres Nest sein, von dem aus sie starten können“, sagte Beate Winkler, die erst seit August die neue Leiterin ist, aber mit Hilfe des Teams der Erzieherinnen einen leichten Einstieg hatte.

Dank an Erzieherinnen

Auch Martin Schulz dankte den Erzieherinnen. „Heute müssen wir Menschen aus verschiedenen Kulturen, Regionen, aus unterschiedlichen Schichten zusammenbringen. Der beste Platz für Integration ist die Kita, wo allen Menschen der gleiche Respekt entgegengebracht wird, wo sich Eltern über ihre Kinder verstehen. Weil die Erzieherinnen eine enorme Arbeit bei der Integration von Menschen leisten, kann ihnen gar nicht genug gedankt werden.“

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