Maroder Mühlenweg wird ausgebaut

Von: Karl Stüber
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Platz für einen Kreisverkehr: Nach Vorstellungen der Alsdorfer Verwaltung soll die Kreuzung von Mühlenweg und Florianstraße neu gestaltet werden. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Der Mühlenweg in Schaufenberg befindet sich seit Jahren in einem schlechten Zustand. Und mit der Zeit ist es nicht besser geworden – ganz im Gegenteil.

Deshalb wurde auch aus Reihen der Anwohner im Stadtentwicklungsausschuss der Verdacht laut, die Stadt Alsdorf hätte nur halbherzig Löcher ausgebessert, auf dass eine Grundsanierung notwendig würde, an der die Bürger über das Kommunalabgabengesetz (KAG) zur Kasse gebeten werden können.

Nun sind die Absackungen so stark geworden, dass eine ordnungsgemäß Entwässerung nicht mehr sichergestellt ist, begründet die Verwaltung nun die Absicht, das rund 340 Meter lange Straßenstück zwischen Luisenstraße (L 47) und Einmündung Schmied- in die Engelstraße auszubauen. Die Asphaltdecke der Fahrbahn weist viele Risse und Flicken auf, die Nutzung der Gehwege wird gerade für Ältere aufgrund der Unebenheiten zu einem unfreiwilligen und durchaus risikoreichen Abenteuer.

Die nun im Fachausschuss vorgestellte erste Planung der Ingenieurgesellschaft Quadriga mbH sieht neben der Erneuerung der Fahrbahn und der Gehwege auch Kanal- und Beleuchtungsarbeiten vor. Im Wesentlichen soll der Mühlenweg in zwei Abschnitten eine neue etwa 5,50 Meter breite Fahrbahn erhalten. Beidseitig soll es zwei Meter breite Parkstreifen geben, die mit Betonsteinpflaster befestigt werden. Unterm Strich fallen laut Stadt keine Parkplätze weg – es soll sogar einer mehr als jetzt sein.

Laut Michael Göttgens (Planungsamt) ist nun eine Bürgerinformationsveranstaltung geplant. Auf Nachfrage einer Bürgerin soll der Termin außerhalb der Sommerferien stattfinden, damit möglichst viele Interessierte bzw. Betroffene teilnehmen können. Der Mühlenweg soll im nächsten Jahr ausgebaut werden.

Schon länger „geistert“ der Ausbau des Mühlenwegs durch den Haushalt, wurde aber verschoben. Der Stadtrat beschloss im März für den Ausbau einen Haushaltsrest in Höhe von 685.000 Euro zu übertragen. Im Etatentwurf 2016 sind weitere 132.700 Euro vorgesehen.

Die spannende und mehrfach im Ausschuss gestellte Frage ist, wie viel sich die Stadt nach Abrechnung der Maßnahme von den Anliegern gemäß KAG zurückholt. Obwohl seitens der Ingenieurgesellschaft Quadriga zu hören war, dass der Ausbau nach einem in Alsdorf üblichen Standard der eingesetzten Materialien vorgenommen werden soll, ließ sich die Stadt Alsdorf nicht auf eine „Hausnummer“ ein.

Bei der vom Ausschussvorsitzenden Heinrich Plum nach gutem Brauch zu diesem Tagesordnungspunkt zugelassenen Fragerunde aus der Zuhörerschaft entwickelte sich eine „vorgezogene“ Bürgerbeteiligung. Einige Anwohner nutzen die Gelegenheit, ihre Bedenken und Anregungen bereits zu formulieren. So wurden Befürchtungen laut, dass es bei Lkw- und Busverkehr zu eng werden könnte. Dagegen sicherte die Verwaltung zu, aus dem Ausbau Weinstraße gelernt zu haben. Die Zustände dort (zu schmale Parkflächen, teilweise zu enge Fahrbahnpassagen) würde es am Mühlenweg nicht geben. Eine Umwandlung in eine Einbahnstraße sei nicht geplant.

Auf Skepsis stieß das geplante Anlegen eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich Mühlenweg und Florianstraße, über den auch die Anfahrt von Erziehungsberechtigten zur nahen Kindertagesstätte abgewickelt werden würde. Seitens der Stadtverwaltung widersprach Göttgens der Annahme, dass ein Kreisverkehr die Maßnahme teurer machen würde.

Außerdem sei ohnehin nur ein kleiner Kreisverkehr geplant, der in der Mitte nicht erhöht gebaut werde und von großen Fahrzeugen wie Bussen und Lkw (Zulieferverkehr) überfahren werden könne, war zu erfahren. Weitere Anregungen und Bedenken, die auf der noch genau zu terminierenden Bürgerinformationsversammlung von der Verwaltung zu sammeln sind, sollen in die Ausarbeitung der Planung einfließen, hieß es.

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