Markanter Blickfang ersetzt den „Kank”

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:
Status quo: So sieht es derzei
Status quo: So sieht es derzeit aus an der Ecke Markt/Sebastianusstraße, dem Standort des ehemaligen „Kank”. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Markt/Sebastianusstraße nimmt in der Regie des von Harald Volkmer und Achim Scheuten geleiteten Planungsbüros „aci” (Gesellschaft für Projektentwicklung, Bauplanung und -management) langsam aber sicher Gestalt an.

Geschäftsführer Volkmer ist mit den Bauherren Christina Scheuten und Dieter Rosenbaum zuversichtlich, dass in diesem Jahr noch der Richtkranz „gehievt” werden kann. „Wenn der Winter uns keinen Strich durch die Rechnung macht, werden wir im Juni 2012 mit unserem Büro von der Drischer Straße 45 dorthin umziehen.” Neben „aci” werden dann auch die übrigen Mieter den neuen architektonischen Blickfang gegenüber dem „Dom” in Beschlag nehmen können.

Die ersten Konzepte zur Neugestaltung dieser markanten Ecke wurden - so Harald Volkmer - schon 2004 entwickelt. Die Intention sei gewesen, den traditionsreichen „Kank”, der im frühen 20. Jahrhundert - wie so viele Gebäude in Stadtmitte - nach Plänen von Kreisbaumeister Heinrich van Kann errichtet worden war, als Restaurant zu erhalten. Ähnlich wie an der „Alten Feuerwache” habe „aci” auch dort ihre Pläne verwirklichen wollen.

Mit im Boot befand sich der damalige Gastronom. Selbst der Festsaal sollte erhalten bleiben. Als der Gastronom aus familiären Gründen von seinem Vorhaben Abstand nahm, war das Konzept gestorben. Volkmer: „Für Restaurant und Gewerbe unter einem Dach war auch in den nachfolgenden Jahren kein Investor zu finden.” Was bedeutete, dass das architektonische Juwel im Herzen der Stadt nicht mehr zu retten war, auch zum Leidwesen von „aci”. Volkmer ist jedoch davon überzeugt, dass durch den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses nun ein neuer städtebaulicher Akzent gesetzt werden wird.


Im März 2011 schlug für den schon von Vandalen mehrfach heimgesuchten „Kank” die letzte Stunde. Es dauerte dann doch eine geraume Zeit, bis der erste Spatenstich für den Neubau mit seinen zehn Wohnungen im ersten und zweiten Obergeschoss sowie im Staffelgeschoss und den rund 500 Quadratmetern Gewerbefläche im Erdgeschoss getan werden konnte. Aufwändige Verbauarbeiten - 40 laufende Meter 3,50 Meter hoch - mussten ausgeführt werden. Unterfangen werden mussten zudem die Fundamente des Nachbarhauses am Markt.

Was ebenfalls seine Zeit in Anspruch nahm. Da wundert es nicht, dass das neue Gebäude nur zögerlich aus dem Keller herauswuchs. Volkmer: „Zwei Drittel der Rohbauzeit stecken im Keller- und im Erdgeschoss, weil hier die Grundlage für die Statik des gesamten Bauwerkes geschaffen worden ist.” 13,50 Meter weit wird das neue Bauwerk in den Himmel wachsen. Auf ein weiteres Stockwerk habe „aci” bewusst verzichtet, weil man nicht in Konkurrenz mit dem „Dom” gegenüber habe treten wollen.

Das Wohn- und Geschäftshaus mit zehn Stellplätzen in der Tiefgarage wird sowohl vom Markt als auch von der Sebastianusstraße einen Eingang erhalten. Alle Wohnungen werden mit Balkonen sowohl zur Straße als auch zum Innenhof hin ausgestattet. Die Wohnungen im ersten und zweiten Obergeschoss sind zwischen 90 und 100 Quadratmetern groß, die beiden Penthouse-Wohnungen 178 beziehungsweise 153 Quadratmeter.

Während das Erdgeschoss mit Natursandplatten verkleidet wird, werden die übrigen Geschosse verputzt. Obwohl der Neubau ein Pendant zu St. Sebastian sein soll, wird er farblich mit der Kirche abgestimmt. Die Wohnungen an der Marktseite sind bereits alle fünf vermarktet. An der Sebastianusstraße können noch zwei erworben oder gemietet werden. Leer steht auch noch eine knapp 200 Quadratmeter große Gewerbefläche, die bei Bedarf unterteilt werden kann. Volkmer: „Wir sind mit der bisherigen Vermarktung des Objektes mehr als zufrieden.”

In den Neubau werden rund 2,8 Millionen Euro investiert.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert