Manfred Borgs erhält Integrationspreis

Von: Beatrix Oprée
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Auch wenn er kein Herzogenrather Bürger ist, setzt er sich in der Stadt maßgeblich ein: SSV-Geschäftsführer Manfred Borgs. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Nur einen einzigen „Malus“ habe er, stellte Bürgermeister Christoph von den Driesch schmunzelnd fest: „Er kommt nicht aus Herzogenrath.“ Genau das aber ist eine der Grundvoraussetzungen, um mit dem Integrationspreis der Stadt Herzogenrath bedacht zu werden.

Doch für Manfred Borgs, den Geschäftsführer des Herzogenrather Stadtsportverbands (SSV), machte nicht nur die Entscheidungs-Kommission unter Vorsitz des Bürgermeisters, sondern auch der ganze Stadtrat in diesem Punkt gerne eine Ausnahme.

Hervorragend und mit unermüdlichem Engagement setze er sich für die Integration ausländischer Mitbürger in der Stadt ein. Das wurde auch im Stadtrat noch einmal betont. Borgs ist treibende Kraft hinter der Sozialfonds-Aktion „Sport hilft – nicht nur Dir“, die sich zurzeit dafür einsetzt, dass Flüchtlinge Sport treiben können und dazu auch in Vereinen aufgenommen werden. Die Spenden für den Fonds dienen unter anderem, erforderliche Sportausrüstungen zu finanzieren. Der Erfolg, so berichtete Borgs unserer Zeitung bereits vor einiger Zeit, habe alle Akteure angenehm überrascht. Er betonte dabei auch seine Dankbarkeit, für die Unterstützung in den Vereinen und freute sich, bei den Infogesprächen mit den Flüchtlingen auch auf ehrenamtliche Dolmetscher für alle benötigten Sprachen setzen zu können.

Borgs war auch Mitinitiator der Aktion „Kein Platz für Rassimus und Gewalt – Sportler gegen Rechts und für Toleranz“, im Zuge derer die Herzogenrather Sportvereine entsprechende Selbstverpflichtungserklärungen unterzeichnet haben. Inhalt unter anderem: keinesfalls rassistisches und fremdenfeindliches Gedankengut im Verein zu dulden. Gekoppelt war die Aktion mit Infoveranstaltungen und Initiativen zur Sensibilisierung von Vereinsvorständen und Übungsleitern.

Seit rund 15 Jahren, so würdigte SPD-Stadtverordneter Andreas Schmälter, sei Borgs in Herzogenrath im Einsatz. Da solle mit Blick auf eine Preisverleihung sein Wohnort doch keine Rolle spielen. Ähnlich sah dies auch CDU-Fraktionschef Reimund Billmann, mit dem prägenden Hinweis, dass man bei verdienten Bürgern und Sportlern ja auch nicht nur Herzogenrather auszeichne.

Neben Manfred Borgs als Einzelperson wird in diesem Jahr des weiteren in der Kategorie „Ehrenamtliches Engagement von Vereinen, Gruppen, Organisationen“ der Integrationsverein Herzogenrath ausgezeichnet. Dieser wurde Anfang 2013 gegründet, um den interkulturellen Austausch zu beleben, wie die Gründer betonen. Einen für alle Bürger geöffneten Kulturtreff betreibt der Verein am August-Schmidt-Platz 15 in Merkstein. Die Bildungs- und Jugendarbeit, aber auch die Förderung des interreligiösen Dialogs haben sich die Mitglieder auf die Fahnen geschrieben. Gemeinsame Feste, Infoabende und Veranstaltungen zu aktuellen Themen sind an der Tagesordnung. Auf dem Vereinskalender steht seit Vereinsgründung auch das internationale Kinderfest für die ganze Familie, das gemäß türkischer Tradition Jahr für Jahr auch in Herzogenrath gefeiert wird.

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