Mandate für Voigt-Küppers und Schmitz

Von: Stefan Klassenund Georg Pinzek
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Gratulation zum Direktmandat:
Gratulation zum Direktmandat: CDU-Kandidat Hendrik Schmitz reicht seiner sozialdemokratischen Kontrahentin Eva-Maria Voigt-Küppers im Haus der Städteregion nach der Stimmenauszählung die Hand. Er selbst schaffte den Einzug in den Landtag über die Liste. Foto: Ralf Roeger

Nordkreis. Es war spannend bis zum späten Abend. Würde es für Hendrik Schmitz, den Kandidaten der CDU im Nordkreis reichen, über den Listenplatz 20 noch in den Düsseldorfer Landtag einzuziehen?

Erst nach 22 Uhr stand dann fest: Ja, es reicht. Zuvor hatte die Auszählung der Stimmen in Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen gezeigt, dass die Wähler auch im Nordkreis der CDU den Rücken kehrten und sowohl SPD als auch die Piraten besonders davon profitierten.

So ergatterte die Würselenerin Eva-Maria Voigt-Küppers erneut das Direktmandat. „Ich bin überwältigt. Das Ergebnis entspricht ganz klar meinen Wünschen”, kommentierte sie ihr vorzügliches Abschneiden. Sie konnte über vier Prozent an Wählerstimmen dazugewinnen. Bereits im Wahlkampf habe sie starke Zustimmung erfahren. „Ich bin von den Menschen stets sehr freundlich empfangen worden. Viele haben mir gesagt, sie drücken mir die Daumen. Manche haben mir gar versichert, sie hätten noch nie SPD gewählt, doch bei dieser Wahl werde das anders sein. Die Wähler haben offenkundig honoriert, dass wir in Düsseldorf eine Politik machen, die hält, was sie verspricht. Die schlechte Performance von Röttgen hat sicher das Übrige zu dem Wahlergebnis beigetragen.” Besonders gefreut hat sich Eva-Maria Voigt-Küppers über die „tolle Unterstützung meines Wahlkampfteams”.

Hängepartie beim Auszählen

Auch Hendrik Schmitz bescheinigte seinem im Kern etwa zehn Personen starken Baesweiler Wahlkampfteam, mit dem er Sonntagabend in der Burg Baesweiler den Wahlkampf-Sprint ausklingen ließ, „hervorragende Arbeit”. Schmitz betonte, „alles gegeben” zu haben. „Aber als neuer Kandidat war es natürlich schwer, gegen eine Mandatsträgerin anzutreten.” Hauptgrund des Rückstandes auf Eva-Maria Voigt-Küppers sei allerdings „der desolate Landestrend” gewesen. „Dagegen ließ sich kaum ankämpfen.”

44,8 der Erststimmen erzielte Eva-Maria Voigt-Küppers (SPD) in den vier Nordkreis-Städten, Hendrik Schmitz (CDU) erreichte 32,4 . Bei den Zweitstimmen kam die Union auf 26,6 , die SPD auf 41,2 .

Die Grünen konnten bei den Zweitstimmen 9 erzielen, die FDP kam auf 6,6 , die Linke auf 2,4 , die Piraten 8,9 , die Freien Wähler lediglich auf 0,4 , Sonstige sind mit 4,4 verzeichnet.

Eine Hängepartie gab es am Wahlabend beim Auszählen in Würselen. Ein Briefwahlbezirk musste im Rathaus wiederholt ausgezählt werden, so dass das Ergebnis für den kompletten Wahlkreis Aachen III erst gegen 22.10 Uhr genau feststand.
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