Malen aus großer Liebe zu „Meer und mehr”

Von: eli
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Vernissage: Ingeburg Aigner (r
Vernissage: Ingeburg Aigner (rechts) zeigt einige ihrer Arbeiten im Rathausfoyer. Die Ausstellung eröffnet sie gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk. Foto: Elisa Zander

Herzogenrath. Ruhe, Stille, Wildheit, Weite, das Unberechenbare - all das verbindet Ingeburg Aigner mit dem Meer. „Es ist einfach phantastisch”, sagt sie über das Wasser, dass es ihr besonders angetan hat.

Vielleicht rührt die Liebe zum Wasser von der Herkunft der Hobby-Künstlerin her, die in Schlesien an der Oder geboren wurde. Dass ihre Malereien Meerlandschaften in unterschiedlichster Weise zeigen, scheint da keine Überraschung zu sein. Und dennoch ist es eine kleine Sensation: Ingeburg Aigner verfügt nur noch über wenig Sehvermögen, eine Tatsache, die sie nie davon abgehalten hat, ihren Emotionen in den Bildern Ausdruck zu verleihen.

Die Malereien, die Ingeburg Aigner unter dem Titel „Meer und mehr” derzeit im Foyer des Herzogenrather Rathauses ausstellt, unterscheiden sich durch nichts von Bildern von Künstlern mit vollkommener Sehkraft. Nur einmal hatte sie einen schrägen Horizont gemalt, erinnert sie sich. Auf die Bemerkung von Besuchern hin, dass Wasser würde ja an der Seite aus dem Bild laufen, antwortete Ingeburg Aigner lachend: „Dann müssen Sie eben Gummistiefel anziehen.” Seitdem nutzt sie ein Lineal, um die Horizontlinie anzuzeichnen.

„Das Sehvermögen ist nicht wichtig”, sagt Ingeburg Aigner. „Ich komme gut zurecht.” Sie ist selbstbewusst, lebensfroh, liebt „das Leben, die Natur, Menschen und Tiere” und zeigt, dass ein körperliches Handicap kein Hindernis sein muss, sich kreativ zu betätigen. All das spiegelt sich in ihren Bildern wider.

Ingeburg Aigner bringt die Farben unter anderem mit Gedanken an ihre Urlaube in Italien und Spanien auf die Leinwände. Detailgetreu tanzen die Schaumkronen auf den Wellen, der Sonnenuntergang bringt das Segelschiff im Vordergrund zum Leuchten und die Wogen treiben Strandgut an den Sandstreifen.

Als sie kurz vor einer Operation am grauen Star stand, malte sie sich die ganze Angst von der Seele. Als sie später das Bild betrachtete, erschrak sie über ihre eigenen Ausbruch und arbeitete es zu einer Darstellung der Ruhe um.

Ganz gleich wie die Meereswogen auf den Malereien wandeln - es sind ausdrucksstarke Darstellungen, die es dem Betrachter ermöglichen, in die Emotionswelt der Hobbykünstlerin einzutauchen.

Die Ausstellung von Ingeburg Aigner unter dem Titel „Meer und mehr” ist im Foyer des Rathauses der Stadt Herzogenrath, Rathausplatz 1, bis Freitag, 10. Februar zu sehen.
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