Maipaare genießen den Trubel

Von: ehg
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Spielspitze 2017 Nassau: Maikönigin Sabrina Hähnert, Maikönig Marco Hümmer (vorne) dahinter Maimagd Sabrina Scholl und Maiknecht Jan Kroppenberg. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Das 68. Weidener Jungenspiel und das Jungenspiel Vorweiden Nassau setzten bei strahlendem Sommerwetter einen Glanzpunkt unter den fünfwöchigen Kirmestrubel in den verschiedensten Quartieren der Stadt der Jungenspiele.

Beim letzten Vorbeimarsch überschüttete der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele (AWJ), Hans Maaßen, die Spellsleute angesichts der schönen Bilder, die sich ihm boten, nur so mit Komplimenten und Dankesworten für deren Engagement zur Erhaltung des jahrhundertealten Brauchtums. Neben vielen schönen Erinnerungen bleibt die Hoffnung, dass alle elf Spiele im neuen Kirmesjahr 2018 wieder „ausgegraben“ werden können.

Stimmungsvoll und lautstark nahmen die Spiele im Zelt am Holzweg und im Zelt auf dem Marktplatz Fahrt auf. So richtig auf Touren kam dort das farbenprächtige Spektakel mit den Kirmesbällen nach den ersten Aufmärschen, noch ohne Maibräute. Den ersten Höhepunkt erreichte es am Sonntag mit dem Kirchgang und dem anschließenden Fahnenschwenken unter freiem Himmel, während die Sonne sich Bahn durch die dicke Wolkendecke bahnte. Pfarrer Reiner Gattys zelebrierte den (Kirmes-) Gottesdienst, assistiert von mehreren Spellsleuten. Organist Karl Graf stimmte zwischendurch traditionelle Mai- und Kirmeslieder zum Mitsingen an. Spontan spendeten die Besucher rauschenden Beifall, nicht minder dem Musikverein Eintracht Konzen beim „Großer Gott“ beim Auszug aus der Kirche.

Zunächst stellte der AWJ-Vorsitzende die Spielspitzen der jeweiligen Spiele vor. Das erste Bad in der Menge genossen Maikönigin Vanessa Wezel, Maikönig Michael Lürken, Ehrendame Jessica Kommer, Maiknecht Henrik Schmidt, Maimagd Denise Lehrheuer, Ehrendame Alexandra Kuck, 1. Pritschenmeister Peter Pütz und 2. Pritschenmeister Dennis Willems vom Weidener Jungenspiel. Die rund 30 Fahnenschwenker demonstrierten die hohe Kunst des Schwenkens der Tücher im Schatten des Kirchturms.

Sie ließen ihre Tücher nur so durch die frische Morgenluft wandern und entwarfen dabei ein bezauberndes Bild nach dem anderen. Unter der musikalischen Begleitung der Blaskapelle Schaufenberg stellte die neu formierte Fahnenschwenkerformation Blau Weiß ihre Leistungsstärke unter Beweis. Ihre akrobatischen Einlagen wurden mit anhaltendem Beifall honoriert. Wie die Grün-Weißen machten auch die Blau-Weißen Appetit auf Mehr. Und das wurde bei den Auftritten am Abend in den Zelten geboten.

Spielspitze von „Nassau“

Maaßen präsentierte auch die über Nacht neu formierte Spielspitze von „Nassau“: Maikönigin Sabrina Hähnert, Maikönig Marco Hümmer, Maimagd Sabrina Scholl, Maiknecht Jan Kroppenberg und Pritschenmeister Stefan Esser. Die Jubiläumsspitze von 1992 mit Maikönigin Corinna Klosky (Klesing), Maikönig Ralf Franzen, Maiknecht Wolfgang Kern und Pritschenmeister Michael Dohmen war mit von der Partie.

Die Schaulustigen stellten sich zum großen Festzug anfangs nur zögerlich ein, vor dessen unmittelbarem Defilee umso zahlreicher. Erfreut nahmen sie zur Kenntnis, dass die Gastjungenspiele mit einer großen Zahl an Akteuren ihre Aufwartung machten. Sie traten auf Augenhöhe mit dem Gastgebern an, die die eigentlichen Hingucker waren. Den Weg frei machten für „Weiden“ Pritschenkinder auf Kettcars und Cityrollern.

Große Aufmerksamkeit schenkten die Schaulustigen ein zweites Mal den über 30 Grün-Weißen-Fahnenschwenkern, der größten Formation dieser Art in der Stadt der Jungenspiele. AWJ-Vorsitzender Maaßen gratulierte dem Spiel zu seinen 27 freundlichen Pärchen, die nicht minder wie alle übrigen Lebensfreude pur ausstrahlten. Und so wurde der Festzug immer mehr zu einem wunderschönen Erlebnis. „Danke für Euer Kommen!“ begrüßte er die 20 Pärchen, die das Oppen-Haaler Jungenspiel neben seinen Fahnenakrobaten aufzubieten hatte.

Bei Nassau reihte sich die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft 1624 mit ihren Würdenträgern, allen voran König Egon Donath, in den mit reichlich guter Musik ausgestatteten Festzug ein. Es folgte die Abordnung von „Bissen“ sowie die der Ortsnachbarn Linden-Neusen und Euchen. Die Rot-Weißen schossen – volles Risiko – eine Fahne nach der anderen in den blauen Himmel, so dass bisweilen der Atem stockte. Dennoch: Vorsicht war oberstes Gebot.

Musikalisch setzten die Blaskapelle Schaufenberg und das erstarkte Trommler- und Pfeiferkorps „Stoppelhusaren“ die „Nassauer“- Schlussbilder flott in Szene, eine schöne musikalische Einheit. Nach einer großen Runde durch Weiden und Vorweiden kehrte der Festzug ein. Doch war die Kirmes damit noch lange nicht zu Ende...

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