Alsdorf - „Mai-Klassik“-Festival: Raum für Kumpels und Klassik

„Mai-Klassik“-Festival: Raum für Kumpels und Klassik

Von: Stefan Schaum
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Die Kulisse aus alter Technik und Architektur passt gut zur Klassik: Harald Richter (r.), Geschäftsführer der Energeticon gGmbH, und Musiker Hans-Christian Schweiker freuen sich auf die Konzertabende im Fördermaschinenhaus. Foto: Stefan Schaum (2)/Veranstalter

Alsdorf. Das Festival wird dieses Jahr dritten Mal im Alsdorfer Fördermaschinenhaus über die Bühne gehen. Einmal hat Hans-Christian Schweiker sich ganz allein auf die große Bühne gesetzt. Er hat seine Augen geschlossen und die Töne seines Cellos in den menschenleeren Raum geschickt. Was er da hörte, hat ihn begeistert. „Dieser Saal hat eine derart warme Akustik. Das würde man als Musiker nie und nimmer vermuten, wenn man ihn sieht.“

Dieser Raum ist das Fördermaschinenhaus des Energeticons, das nach seinen Tagen als Bergmannsgebäude nun eine Renaissance als Konzertsaal erlebt. Zum dritten Mal geht dort das „Mai-Klassik“-Festival über die Bühne.

Das hat Hans-Christian Schweiker 2011 als Mitglied des „Trio Testore“ initiiert, zu dem auch Hyun-Jung Kim-Schweiker (Klavier) und Franziska Pietsch (Violine) gehören. „Der Saal ist einfach ein Kleinod. Wenn wir Musiker einladen, dann sind sie ganz wild darauf, hier zu spielen.“ Diesmal sind Klarinettist Martin Spangenberg, Violinist Stephan Picard und James Creitz (Viola) die „Friends“, wie es im Programmtitel steht. Mal wird es Duette geben, mal bilden alle Musiker ein Sextett.

Bis zu 300 Zuhörer können das genießen. Ausverkauft ist der Saal zwar nicht immer, doch der Zuspruch steigt. Schweiker: „Das Festival ist auf einem guten Weg, sich zu etablieren.“ Das freut Harald Richter, Geschäftsführer der Energeticon gGmH. „Als das Gebäude vor über 100 Jahren entstand, hatten die Architekten natürlich nicht im Sinn, einen Konzertsaal zu bauen. Aber heute ist es ein Ort, der voller Kultur steckt.“ Neben der Klassik will er auch dem Jazz künftig ein größeres Forum bieten. „Wir wollen hier zwei Konzertlinien etablieren, für die es sicher ein Publikum gibt.“ Stehende Ovationen hat es jedenfalls schon gegeben in dem Saal. Und die waren genau so, wie die Akustik dort: ganz schön kraftvoll.

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