Magadalena Wolf und Benyamin Nuss spielen Kammermusik auf hohem Niveau

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:
9951081.jpg
Werden im Alten Rathaus mit viel Beifall bedacht: Magdalena Wolf (Violoncello) und Benyamin Nuss (Klavier).

Würselen. Kammermusik auf sehr hohem Niveau erlebten die Musikfreunde, die den Weg zu einem Konzert des Kulturforums (KuFo) ins Alte Rathaus gefunden hatten. Gestaltet wurde es von der Siegerin 2014 des internen Hochschulwettbewerbs der Musikhochschule Köln, Abteilung Aachen, im Fach Cello, Magadalena Wolf, und dem Pianisten Benyamin Nuss, der schon im In- und Ausland als Solist mit diversen Spitzenorchestern konzertierte und seit 2010 exklusiv bei dem weltweit renommierten Klassiklabel Deutsche Grammophon unter Vertrag steht.

Seit einigen Jahren arbeitet das Kufo mit der Hochschule eng zusammen. Und so stellte auch bei diesem Konzert eine junge Preisträgerin, die sich intensiv mit der Barockmusik und der „Neuen Musik“ beschäftigt, ihr Leistungsvermögen vor größerem Publikum unter Beweis. Kufo-Vorsitzender Günter Kölling war erfreut, unter den zahlreichen Konzertbesuchern auch Professor Ilja Scheps als Repräsentanten der Hochschule begrüßen zu können.

Die Einstimmung in den erlesenen Kunstgenuss erfolgte durch Ludwig van Beethovens Sonate Nr. 2 in g-moll, op 5, Nr. 2 für Klavier und Violoncello. Kennzeichnend für den ersten Satz sind rollende Triolen im Klavier, während das Cello ausgedehnte Melodienzüge mit großen Legatopassagen intoniert. Bereits dabei konnten die beiden virtuosen Instrumentalisten ihr ausgezeichnetes technisches Können unter Beweis stellen.

Aber auch die musikalische Interpretation ließ keine anspruchsvollen Wünsche offen. Einer weiteren Herausforderung stellten sich Magdalena Wolf und Benyamin Nuss bei der Wiedergabe von Sergei Prokofjevs Ballade für Violoncello und Klavier, die voller Spielfreude von ihnen mit Bravour gemeistert wurde. Den Höhepunkt erlebte das Gastspiel der beiden Ausnahme-Musiker, als sie die 1901 entstandene Sonate in g-Moll des 1943 in Beverly Hills verstorbenen russischen Komponisten Sergei Rachmaninow „zelebrierten“.

Der Komponist selbst vermied es, bei diesem Werk von einer Cellosonate zu sprechen. Dass für ihn beide Instrumente gleichberechtigt sind, dass brachten die beiden Interpreten ausdrucksvoll auf den Punkt. Die meisten Themen werden in der Komposition vom Klavier vorgestellt, während sie vom Cello ausgeschmückt und weiter entwickelt werden. Keine Frage: Der Klavierpart, der vom Schwierigkeitsgrad her an Rachmaninows Klavierkonzerte erinnerte, aber auch die äußerst anspruchsvollen Cellopassagen wurden von den beiden jungen Künstlern brillant gemeistert.

Die Besucher, die gespürt hatten, einem besonderen Konzert beigewohnt zu haben, spendeten voller Begeisterung reichlich Beifall. Magdalena Wolf und Beyamin Nuss ließen sich nicht zweimal bitten und revanchierten sich ihrerseits mit einer Bearbeitung von „Vocalise“, einem 1915 von Rachmaninow komponierten Werk, dafür.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert