Baesweiler - Maestro entpuppt sich beim Neujahrskonzert als Stimmungskanone

Maestro entpuppt sich beim Neujahrskonzert als Stimmungskanone

Von: Lars Odenkirchen
Letzte Aktualisierung:
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Wieder zu Gast: Nach der komödiantischen Einlage im vergangenen Jahr trat „Oma Günilla” (2.v.l.) diesmal sogar mit „Kurschatten” auf.

Baesweiler. Wie sollte man am besten ins neue Jahr starten? Der Baesweiler Harmonieverein hat darauf eine deutliche Antwort: Fröhlich und amüsiert. Auf dem Neujahrskonzert war dies nicht nur hör-, sondern auch sichtbar.

Im Fokus stand natürlich zunächst einmal die Musik, und die war wie gewohnt abwechslungsreich und beschwingt.

Düstere Stimmung

Ob Marsch, Walzer, Musicalstück oder Polka - das Orchester unter der Leitung von Hans Daichent präsentierte Stücke wie „Alte Kameraden”, „Starlight Express”, „Music” oder die „Schönbrünner-Polka” mit großer Spielfreude und wusste das Publikum mit den bekannten Melodien zu begeistern, teils gar zum mitsingen und -summen anzuregen.

Kurz vor der Pause drohte dann jedoch düstere Stimmung, wie Günter Berg, der durch das Programm führte, ankündigte: „Das Jahr ist bereits jetzt geprägt von der Finanzkrise und miserablen Zukunftsaussichten. Wir sind der Meinung, dass man mit der Musik die Stimmungslage sehr gut zum Ausdruck bringen kann.”

Ein schauriges Stück sollte also folgen, unter der Leitung des ominösen Gastdirigenten „Hanni von Carawan”, denn für Hans Daichent sei das Stück einfach zu traurig. Doch als der mysteriöse Maestro die Bühne betrat, gab es großes Gelächter: Es war kein anderer als Hans Daichent, der in Kostüm und mit falschem Bart und Perücke sein Orchester zu einem unkonventionellen und überaus unterhaltsamen Stück anleitete.

Dabei kamen nicht nur die üblichen Instrumente, sondern auch eine Fahrradklingel und eine Plastiktrompete zur Verwendung. Doch die komödiantischen Einlagen waren damit nicht zu Ende: Nach der Pause kam Günter Berg wie schon im Vorjahr als „Oma Günilla” auf die Bühne und lud den Dirigenten gleich zu einem Tänzchen ein. Auch hier ernteten die Akteure viele Lacher und Applaus.

Schnellpolka

Danach ging der Fokus aber zurück zur Musik: Im Anschluss an die „Ballsirenen” spielte das Orchester noch die „Laubener Schnellpolka”, das bereits erwähnte „Music” von John Miles sowie zum Abschluss „In the Mood” von Joe Garland.

Dem Publikum war dies aber nicht genug: Zwei Zugaben, unter anderem der „Radetzkymarsch” wurden daher noch gespielt. Mit viel Applaus verabschiedete das Publikum dann ein Orchester, das vor allem musikalisch, aber eben auch komödiantisch überzeugt hatte.
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