Männergesundheitstag informiert über Prostata-Krebs

Von: Christoph Hahn
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Für Fachinformationen sorgten: (v.l.) Ernährungsberaterin Birgit Tollkühn-Prott, Chefarzt Professor Dr. Thomas Alexander Vögeli, Organisator Reinhard Krause und Oberarzt Dr. Volker Perst. Foto: Christoph Hahn

Alsdorf. Hilfe zur Selbsthilfe leisten: Reinhard Krause, der Vorsitzende der Alsdorfer Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe, und seine Mitstreiter widmen sich der Aufgabe nicht nur durch Einzelgespräche mit Betroffenen.

Wissen über den Umgang mit dieser Krankheit, ihrer Krankheit, bringen sie auch auf anderen Wegen unters Volk. Denn wenn sie, wie am Samstag, zum Männer-Gesundheitstag (inzwischen der neunte) einladen, gibt es im Seminarraum der Stadthalle kaum noch freie Plätze.

Fachwissen kompetent und in einer für Nicht-Mediziner verständlichen Sprache darzustellen: Das ist seit Jahren nicht zuletzt die Domäne von Professor Dr. Thomas Alexander Vögeli, dem Chefarzt der Klinik für Urologie im Betriebsteil Bardenberg des Medizinischen Zentrums (MZ). Vögeli, merklich Freund eines pointierten rhetorischen Stils, machte seinen Zuhörern sachlich den Stellenwert des Kampfes gegen den Prostatakrebs klar: „Nach Lunge und Dickdarm steht er auf Platz 3“, untermauerte er die Bedeutung. Generell stünden die Chancen nicht schlecht: In der Krebstherapie sei die Fünf-Jahre-Überlebensrate mittlerweile von 50 auf 68 Prozent angestiegen.

Besondere Bedeutung bei der weiteren Verbesserung maß der Referent der konsequenten Anwendung jener Leitlinien für das ärztliche Handeln bei, die er selber mit erarbeitet hat. Da das aber noch nicht der Fall sei, sei „die Situation unübersichtlich und für Deutschland wenig zufriedenstellend, sagt Vögeli, der unter anderem noch mehrere Methoden für die Entnahme aussagekräftiger Gewebeproben (Biopsien) vorstellte. Die Zukunft soll im Übrigen nach dem Urteil des Fachmanns früher einsetzende und individuelle genetische Therapien bringen – wobei der Chefarzt beim letzten Punkt zum Abwarten aufrief: „Ich fürchte, das wird noch ein bisschen dauern.“

Sehr viel fachlich fundierte Informationen für Erkrankte brachte auch der Vortrag von Dr. Volker Perst, Oberarzt der Uroonkologischen Tagesklinik im MZ Bardenberg. Er stellte den Männern und ihren Ehefrauen im Publikum eine Abfolge von Chemo- und Hormontherapie, die so genannte Sequenztherapie, als probates Mittel im Kampf gegen Tumore der Prostata vor. Praxisnahe Hilfen stellte zudem auch Birgit Tollkühn-Prott, Ernährungsberaterin der Uniklinik Aachen, vor. Auch ihr Referat fand bei den Zuhörern dankbare Aufnahme.

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