Mängel am neuen Trakt des Medizinischen Zentrums

Von: Karl Stüber
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Am neuen Trakt des Medizinischen Zentrums gibt es Mängel.

Würselen. „Wir bauen für Ihre Gesundheit!“ Mit diesem Slogan wirbt das Medizinischen Zentrum (MZ) in Würselen unter anderem um Verständnis für die damit verbundenen Beeinträchtigungen.

Keinerlei Verständnis hat seinerseits Geschäftsführer René A. Bostelaar für die Mängel, die bei der am Mittwoch erfolgten Bauabnahme des neuen Traktes am Standort Marienhöhe zu Tage getreten sind und die jetzt den Verantwortlichen alle Energie abverlangten, um den in diesen Tagen geplanten Umzug verschiedener Stationen und Kliniken doch noch zu retten.

„Der Umzug vor allem von Unfall- bzw. Notfallchirurgie erfolgt auf jeden Fall. Nur werden wir noch nicht die eigentlich dafür vorgesehen Räume im neuen Trakt nutzen können“, ist Bostelaar fest entschlossen, die „Nummer“ durchzuziehen. Zum Glück steht eine ältere Abteilung derzeit leer. Zudem müssen nun alle Bereiche etwas enger zusammenrücken und Kapazitäten abgeben, damit der Plan umgesetzt werden kann. Wie vorgesehen, wird in Sachen Notfall die von den niedergelassenen Ärzten betriebene Praxis in Bardenberg verbleiben.

Diese Kliniken werden ab Anfang Oktober am Standort Marienhöhe für Patienten und Besucher zu finden sein: Aufnahmestation sowie Betten, die von verschiedenen Fachbereichen genutzt werden; die Klinik für Innere Medizin und Klinik für Internistische Rheumatologie, die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie sowie die Klinik für Gefäß- und Thoraxchirugie und eben das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie. Der Umzug muss schon allein deshalb anlaufen, weil Räume am Standort Bardenberg frei werden müssen, um die neue Lungenklinik dort aufzubauen, wie der MZ-Geschäftsführer betont.

In letzter Minute müssen jetzt also an Marienhöhe die Belegplanung und der Ablaufplan umgearbeitet werden. In der nächsten Woche werden deshalb die ohnehin vorgesehenen Lotsen im Eingangsbereich am Standort Marienhöhe noch mehr Arbeit haben, Patienten und Angehörige entsprechend einzuweisen.

Wann genau nun die eigentlich vorgesehenen Räume im gerade erst (vermeintlich) fertiggestellten neuen Trakt bezogen werden können, ist noch nicht klar. Laut Bostelaar hat die für die Bauabnahme zuständige Stadt Würselen nicht den einen großen Mangel festgestellt, aber die Zahl kleinerer Beanstandungen habe letztlich keine andere Wahl gelassen, als die Freigabe zu versagen.

Sauer ist Bostelaar nun auf das in Düsseldorf angesiedelte Fachbüro, das für Planung und Begleitung, sprich Bauaufsicht, zuständig ist. „Wir haben nicht die entsprechenden Fachleute und haben uns entsprechendes Fachwissen eingekauft und darauf vertraut“, sagte Bostelaar. Bei den festgestellten Mängeln geht es vor allem um Brand- bzw. Feuerschutz. So fehlen Elemente zur Abschottung einzelner Bereiche. Auch der Feuerwehraufzug fand nicht die Gnade der Prüfer bzw. die entscheidende Unterschrift fehlt noch.

Bostelaar und sein Team versuchen noch bis Freitag, möglichst vieles zu beheben. Der Rest an Mängeln soll dann „schnellstmöglich“ abgearbeitet werden, verspricht der Geschäftsführer.

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