Lyriker nimmt gern die Welt in „Augenschein”

Von: Stefan Schaum
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Herzogenrath/Kerkrade. Hans Theil hat nachgelegt. Endlich, mögen seine Leser sagen. Der 49-Jährige hat sich nämlich viel Zeit gelassen. Gut drei Jahre nach seinem ersten Lyrikband stellt der 49-Jährige 45 neue Gedichte vor. Beim Titel des Buches hat er Kontinuität im Blick: Auf mit „Mit offenen Augen” folgt nun „Augenschein”.

Der Energieanlagenelektroniker ist heute noch verblüfft, wie groß die Resonanz auf seinen Erstling gewesen ist. „Die Leute waren richtig angetan davon. Mancher hat mir gesagt, dass ihm meine Gedichte sehr viel bedeuten und sie ihm auch schon mal Trost spenden.” Die Startauflage von 200 Exemplaren ist längst vergriffen. Dass es bis zum Nachfolger so lange gedauert hat, hat zweierlei Gründe. „Zum einen soll es ja ein Hobby bleiben.” Und zum anderen schreibt sich Hans Theil nur das von der Seele, was wirklich raus muss. „Ich kann nicht einfach was erfinden, da muss schon etwas sein, das mich wirklich bewegt hat.”

Die Flutkatastrophe in Japan und der einhergehende Reaktorunfall in Fukushima war so etwas. „Diese schrecklichen Bilder im Fernsehen und in der Zeitung, einfach furchtbar. Zwar hat er sich damals nicht sofort hingesetzt, doch nach ein paar Tagen war es soweit. „Das Schreiben ist für mich auch ein Ventil, um mal Dampf abzulassen.”

Nicht alles ist so ernst wie das Schicksal der Japaner, das er im Gedicht „Heimweh” verarbeitet. Anderes ist eher kurios. Wie die Frage, was Menschen heute ohne ihr Mobiltelefon tun würden. Der geht der in Eygelshoven Lebende in seinem Gedicht „Kein Netz” nach. Inspiration, sagt er, könne von überall her kommen. Und das Schreiben des zweiten Buchs sei ihm leichter gefallen als bei der Premiere. Gut möglich, dass bis zum nächsten Buch nicht wieder drei Jahre vergehen. „Vielleicht wirds ja diesmal auch ein Roman, wer weiß?”

Aus seinem Gedichtband wird Hans Theil bei der Vorstellung am Freitag, 14. Oktober, vorlesen. Die Präsentation findet in der Buchhandlung Katterbach am Ferdinand-Schmetz-Platz in Roda statt.

Um 19.30 Uhr beginnt der Abend, der von dem Gitarristen Thomas Jakob Schneider untermalt wird. Das Buch „Augenschein” ist zum Preis von 11,80 Euro erhältlich.

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