Luft- und Raumfahrt: Schüler erfolgreich beim Wettbewerb

Von: ny
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Gewinner-Typen: Max Söller, Jonas Leuchtenberg und Max Nuglisch (von links) haben einen Robotor Bewegungen nachmachen lassen, die sie vorgemacht haben. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. Gewonnen und als Preisgeld 1500 Euro erhalten, das haben die drei Schüler des Städtischen Gymnasiums Jonas Leuchtenberger, Max Nuglisch und Max Söller. Mitgemacht haben die 16-Jährigen beim Wettbewerb vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem DLR School Lab der RWTH Aachen, der jährlich für Deutschland ausgeschrieben wird.

Schon die Aufgabenstellung war schwierig: „Entwicklung, Erprobung und Dokumentation der reflektierten Selbstvorstellung eines humanoiden Roboters.“ Was sollte das wohl heißen? „Darüber haben wir zwei Tage nachgedacht. Dann hatten wir eine Lösung“, erinnert sich Max Söller mit einem Lächeln. „Weil das DLR an einer Mensch-Maschinen-Schnittstelle forscht, wollte wir solch eine Schnittstelle in unser Projekt miteinbinden. Wir nahmen eine 3D-Kamera, die menschliche Bewegungen erfassen konnte“, beschreibt der Schüler.

Mit einem selbstgeschriebenen Programm, das die menschlichen Bewegungen wie „Arm hochheben“ an den 70 Zentimeter großen Roboter Nao weitergab, konnte sich der Roboter genauso bewegen, wie es der Mensch tat. „Der Mensch, der die Bewegung vorgibt, kann so den Roboter steuern. Er erfährt dabei interaktiv, welche motorischen Fähigkeiten der Roboter hat und wo die Unterschiede zu den Bewegungsmöglichkeiten und den Bewegungsabläufen eines Menschen liegen,“ erklärt Jonas Leuchtenberg. So waren beispielsweise die Bewegungen: Kopf hoch und runter, Arme hoch und runter oder Ellenbogen beugen einfach.

„Beim Befehl Gehen ist der Roboter immer nach vorne gefallen, was uns zeigte, dass wir Menschen beim Gehen unsere Körper ausbalancieren können“, sagt Max Nuglisch. Aber auch für dieses Problem haben die Schüler eine Möglichkeit gefunden. Nao, der süße humanoide Roboter, ging am Ende zwar abgehakt, aber es klappte. „Die Lösungen der Schüler, die kreative Herangehensweise der Aufgabe, die viele Aspekte bis hin zum Projektmanagement miteinbezogen hat, hat uns beeindruckt und war spannend zu sehen“, bewertet Lana Plumanns, Leiterin des DLR School Lab der RWTH, die Arbeit der drei Würselner.

Sechs Tage hatten die nur Zeit, um zu tüfteln, um zu programmieren, um auszuprobieren und um immer wieder nachzudenken. Die Schüler hatten sich erst spät im Sommer entschieden bei dem Wettbewerb mitzumachen. „Als wir die Zusage zur Teilnahme erhielten, hatten wir bis zur Abgabe noch sechs Tage Zeit“, erinnert sich Max Söller. Wenig Schlaf folgte.

„Es ist so toll, dass unsere Schüler sich deutschlandweit mit ihrer Lösung durchgesetzt haben. Das zeigt die gute Arbeit in den naturwissenschaftlichen Fächern an unserer Schule“, urteilt Direktorin Lydia Becker-Jax. Die Schüler teilen jetzt das Preisgeld und werden mit ihrem Anteil von jeweils 500 Euro einen Teil ihrer Führerscheine finanzieren.

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