Lütter-Förderpreis für talentiertes Brüderpaar

Von: Christoph Hahn
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Förderpreis für zwei junge Musiker aus Herzogenrath: Thomas Lakenberg (links), Vorsitzender der Johann-Lütter-Stiftung, und Vorstandsmitglied Irmgard Lütter (rechts) ehrten beim Konzert auf Burg Rode, das von Dorothee Broichhausen (Mitte) moderiert wurde, den 18-jährigen Sebastian Nell (2. von links) und seinen anderthalb Jahre jüngeren Bruder Alexander. Foto: Christoph Hahn

Herzogenrath. Zwei junge Künstler, die in ihrer Heimatstadt mittlerweile fast so bekannt wie ihre gleichfalls hochmusikalischen Eltern sind – kein Wunder, dass der Zuspruch zum jüngsten Konzert auf Burg Rode ganz beträchtlich ausfiel.

Sebastian und Alexander Nell, Söhne der in der Pfarre St. Gertrud tätigen Organisten und Chorleiter Andrea und Herbert Nell, ließen am Steinway-Flügel der Burg Proben ihrer Virtuosität hören. Damit stellten sie sich zugleich als Träger des mit jeweils 250 Euro dotierten Förderpreises der Johann-Lütter-Stiftung (Sitz: Heinsberg) vor, die nach dem 1992 verstorbenen Alsdorfer Komponisten, Chorleiter und Organisten benannt ist. Der Vorsitzende der Stiftung, Thomas Lakenberg, übergab die Preise am Rande des Konzertes.

Moderiert von ihrer Klavierlehrerin Dorothee Broichhausen, die sie als Mitarbeiterin der Heinsberger Musikschule daheim unterrichtet, ließen es die 1994 (Sebastian) und 1995 (Alexander) geborenen Brüder an kaum einer Probe ihrer Kunstfertigkeit fehlen. Das Werk Johann Lütters, das ein jeder von ihnen spielte, umklammerten beim Älteren drei Miniaturen Schuberts, ein Stück aus Debussy Sammlung „Children‘s Corner“ und die „Pavane für eine tote Infantin“ Ravels. Beim Jüngeren wiederum begleiteten ein sehr melodiefreudiger Variationszyklus Wilfried Hillers und Liszts virtuos auftrumpfende Ungarische Rhapsodie Nr. 2 mit Alexander Nells selbst komponierter Kadenz die impressionistisch gestimmten „Sieben Skizzen“ des Stiftungspatrons.

Würdigungen der begabten Gebrüder gab es bei dieser Gelegenheit nicht gerade wenige, so von Irmgard Lütter, Vorstandsmitglied der Stiftung und Witwe des Lütter-Sohns Franz Josef. Sie entwarf in ihrer Begrüßungsrede eine Vision ganz eigener Art, zu der sie sich vom international wachsenden Bekanntheitsgrad des Komponisten und seiner Werke inspiriert fühlte: „Lütter-Musik in der ganzen Welt – davon träume ich.“ Klavierpädagogin Broichhausen, die auch durch das Programm führte, erinnerte sich an die Kindertage von Alexander und Sebastian Nell: „Früh schon sprühten die beiden vor Talent.“ Stiftungsvorsitzender Lakenberg wurde wiederum grundsätzlich und erklärte: „Dieses Konzert umfasst ganz wunderbar alles, was wir uns auf die Fahnen geschrieben haben.“

Sprach‘s und rief seinen Zuhörern in Erinnerung, dass Sebastian Nell heute in vier Chören als Tenor mitsinge und in zwei Orchestern aktiv sei, derweil sein Bruder schon im zarten Alter von drei Jahren mit dem Klavierspiel begonnen und ähnlich früh schon komponiert habe. Vor allem aber: „In diesem Jahr wollen beide ihr Examen als C-Kirchenmusiker ablegen.“

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