„Ludwigshalle”: Vermietung an islamischen Verein sorgt für Unmut

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:

Würselen. Für große Empörung und Verunsicherung sorgt im Ortsteil Morsbach die Vermietung der ehemaligen „Ludwigshalle” an einen islamischen Verein.

Das jedenfalls förderte der „3. Morsbacher Treff” zutage, den der SPD-Ortsverein Würselen-West auf Initiative von Bürgern des Ortsteils im „Burgbrunnen” veranstaltet hatte.

Der Verein habe sich alles andere als die Integration auf die Fahnen geschrieben, hieß es. Selbst ortsansässige Bürger islamischen Glaubens hätten sich von diesem Verein distanziert.

Auch sie zeigten größtes Unverständnis gegenüber dem Vermieter. Bei ihm rangierten die Mieteinkünfte vor dem sozialen Frieden. Er nehme keinerlei Rücksicht auf die Nachbarschaft, empörten sich die anwesenden Morsbacher Bürger.

Der Vorsitzende des Stadtverbandes, Frank Zimmer, der die Informationsveranstaltung moderierte, versicherte, die Sozialdemokraten hätten die zuständigen Stellen eingeschaltet, nachdem sie von den dortigen Verhältnissen erfahren hätten. Sie seien von ihnen angehalten worden, mit der nötigen Skepsis die Angelegenheit zu prüfen.

Die „Ludwigshalle” war nur ein Thema beim „3. Morsbacher Treff” zum Thema „Sicherheit im Wohnumfeld”, wozu als Gesprächspartner der Erste Beigeordnete der Stadt, Werner Birmanns, eingeladen war.

Gleich nach der Begrüßung durch den Stadtverordneten Karl-Heinz Pütz machte eine Anwohnerin ihrem Unmut über die Glascontainer an der Sporthalle Luft. Sie sorgten für viel Lärm und Schmutz, vor allem außerhalb der vorgegebenen Befüllzeiten.

Auf die Palme bringen aber auch Jugendliche die Morsbacher Bürger, die bis in die Nacht hinein vorwiegend im Gouleypark lärmen, hieß es.

Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Eva-Maria Voigt-Küppers, informierte unterdessen über den zu diesem Thema seit einem Jahr bestehenden Runden Tisch. Alle politischen Parteien seien sich einig, dass unbedingt ein Streetworker eingestellt werden müsse. Leider versage der Landrat bisher seine Zustimmung.

Beigeordneter Birmanns ersuchte die Anwohner, bei unzumutbarem Lärm die Ordnungsbehörden zu informieren, damit die Verwaltung Fallzahlen an die Hand bekomme. Beklagt wurde auch, dass die Jugendlichen viel Unrat hinterlassen.

Dass in diesem Punkt die Erwachsenen nicht immer die besten Vorbilder seien, daran erinnerte in diesem Zusammenhang SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Mix. Die Bürger, die den Jugendlichen keine Böswilligkeit unterstellten, waren bereit, mit ihnen gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen, die allen Bedürfnissen gerecht werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert