„Lotte Lemke“ ist jetzt eine Bewegungskita

Von: Rebecca Kiljan
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Die Kinder der Kindertageseinrichtung „Lotte Lemke“ in Bewegung: Ihnen macht es sichtlich viel Spaß zu rennen, zu toben und somit etwas Gutes für ihre Entwicklung zu tun. Foto: Rebecca Kiljan

Würselen. Nach 70 Lerneinheiten ist es soweit: Die integrative Kindertageseinrichtung „Lotte Lemke“ wurde offiziell als Bewegungskita zertifiziert. Dafür haben sich die Betreuerinnen der Kinder, sowie Irmgard Schmitz, Leiterin der Kita, vom RegioSportbund Aachen ausbilden lassen.

Innerhalb eines siebentägigen Lehrgangs haben die Frauen die Trainerlizenz B im Bereich Klein- und Vorschulkinder erworben. „Neben den Grundlagen der Bewegung wurden wir auch allgemein für mehr Bewegung sensibilisiert. Beispielsweise, dass es eine Vielzahl von Spielformen gibt, die die Kinder automatisch in Bewegung bringen“, sagt Schmitz über die Ausbildung.

Doch die sieben Tage Unterricht reichen nicht, um als Bewegungskita anerkannt zu werden. Für die Zertifizierung braucht der jeweilige Kindergarten auch einen Verein als Kooperationspartner. Bei „Lotte Lemke“ ist es der Turnverein „TV Scherberg“, der gleichzeitig zum kinderfreundlichen Verein zertifiziert wurde. Damit die Kinder auch in Zukunft in Bewegung bleiben, nehmen die Kindergärtnerinnen zwei Mal im Jahr an einem Arbeitskreis teil.

Der Arbeitskreis setzt sich aus anderen Betreuern aus Bewegungskitas der Region zusammen. Dabei soll ein Erfahrungsaustausch ermöglicht werden. Zusätzlich nehmen die Betreuerinnen alle zwei Jahre an einer Fortbildung teil.

„Lotte Lemke“ ist bereits der zweite Kindergarten in Würselen, der als Bewegungskita zertifiziert wurde. Ein wichtiger Schritt, denn „Bewegung ist eine wichtige Säule in der Entwicklung. Wer nicht rückwärtsgehen kann, der kann meist auch nicht rückwärts zählen.

Denn die Bewegung hat einen elementaren Einfluss darauf, wie sich unsere Kinder entwickeln“, erklärt Klaus Offergeld, Präsident des RegioSportbunds, den Einfluss von Sport auf das Heranwachsen von Kindern. Nicht nur die geistigen Fähigkeiten werden durch Bewegung beeinflusst, sonder auch die Sprache.

Gerade der Aspekt spielt in der Würselener Kita eine wichtige Rolle, wie Schmitz sagt.

„Die Kita wurde 1988 gegründet und hatte das Ziel, sprachentwicklungsverzögerte Kinder zu integrieren. Bis heute haben wir uns der Sprache gewidmet und ab jetzt kommt auch die Bewegung hinzu. Somit können wir die Kinder noch besser fördern.“

Um die Zertifizierung gebührend zu feiern, hat die Kita alle Eltern, als auch Elke Harmacher und Torsten Schöpgens vom TV Scherberg, den stellvertretenden Bürgermeister Harald Gerling, sowie Klaus Offergeld und Judith Blau vom RegioSportbund eingeladen.

Die Kinder präsentierten den „Körperteil-Blues“ und zeigten, wie sehr ihnen Bewegung Spaß macht. Anschließend wurde im großräumigen Außenbereich eine Oster-Rallye veranstaltet.

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