Lokführer stoppt Zug, um Katze vom Gleis zu retten

Von: cs
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katze gerettet
Verletzt, aber gerettet: Diese Katze hatte sich auf den Bahngleisen verirrt. Foto: Polizei

Herzogenrath. Ein Lokführer der Euregiobahn hat sich am Donnerstag als wahrer Tierfreund erwiesen und einer Katze das Leben gerettet. Als er zur Mittagszeit aus dem Bahnhof in Alt-Merkstein Richtung Herzogenrath heraus beschleunigte, entdeckte er im Gleisbett vor sich eine verletzte Katze, die nicht weglaufen konnte.

Er nahm sofort das Tempo heraus, hielt den Zug an und holte die am Kopf blutende Katze an Bord, berichtete die Bundespolizei. Beim planmäßigen Halt in Herzogenrath übernahm die inzwischen verständigte Feuerwehr den Notfall und brachte das Tier in die Tierklinik Staudacher in Aachen-Brand.

Vermutet wird, dass der Stubentiger möglicherweise durch die Sogwirkung eines zuvor auf der Strecke gefahrenen Zuges herumgewirbelt und verletzt worden ist.

Für das Happy End fehlt jetzt nur noch der Besitzer. Der könne die rötlich getigerte Katze mit weißem Bauch in der Klinik abholen, schrieb die Bundespolizei in einer Mitteilung. Der Halter des Tiers wird gebeten, sich bei der Klinik Staudacher im Stadtteil Brand unter 0241/652-658 zu melden.

Ob der Besitzer dann den Namen des Zugführers erfährt, um sich bei ihm zu bedanken, ist fraglich: Auf Anfrage unserer Zeitung teilte die Pressestelle der Deutschen Bahn mit, dass der Tierfreund seinen Namen nicht preisgeben möchte.

Auswirkungen auf den Bahnverkehr hat die Rettungsaktion nach Angaben der Polizei nicht gehabt.

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