Lokale Helden: Große Bühne für Bands geboten

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Die rockigste Band des Abends war Katortz, die mit Lautstärke überzeugte. Foto: Conny Stenzel-Zenner
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CDseven spielten auf Burg Wilhelmstein viele Lieder ihrer aktuellen CD „destiny“. Foto: Conny Stenzel-Zenner
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Heimspiel auf der Burg: T.E.A. aus Würselen: Die Band hatte bei der Online-Abstimmung Platz drei belegt.

Würselen. Diese Premiere ist geglückt. Die Lokalen Helden auf Burg Wilhelmstein waren ein gelungener Querschnitt Aachener Bands mit maximaler Bandbreite. Acht Formationen waren nominiert, die Abstimmung im Internet hatte das Ergebnis gebracht.

Die drittplatzierte Band waren die Würselener T.E.A., die zweitplatzierte DCseven und die erstplatzierte Katortz. Als die drei Aachener Bandmitglieder gegen 21.30 Uhr auf die Bühne traten und die ersten Klänge spielten, verstanden die Zuschauer: Es wird laut. Was folgte war kein Mainstream. Deutsche Texte, die aufrütteln wollen, die besonders sind und zuweilen zynisch, aber nicht kritisch waren, konnten die Zuschauer auf den Bänken der Burg nicht halten.

Musikalisch bunt gemischt

Die Reihen lichteten sich von Lied zu Lied. Die, die blieben, waren Fans von Katortz. Die forderten lautstark eine Zugabe und bewiesen: Stimmung macht in der Burg nicht nur das große Publikum.

„Das war ein musikalisch bunt gemischter Abend. Es war klar, dass wir mit unserer Musik nicht nur Zuneigung ernten“, resümierte Sänger Toshi Trebess, der mit seinem Bassisten und Gitarristen Karsten Nordhausen und dem Schlagzeuger Stefan Schwartz seit 2010 als Band Katortz auf den Bühnen der Region auftritt. Mit 3133 Stimmen hatte sich Katortz an die Spitze der Bands gesetzt, denen die Möglichkeit zum Auftritt auf der Burg geboten wurde.

„Wir wollten in unserem Sommerprogramm auf der Burg erstmalig lokalen Bands eine große Bühne bieten“, erklärte Hans Brings, Kulturmanager der Burg. Die erlebten dann auch ein Catering, wie es die Profis bekommen, und eine Technik, die ihres gleichen sucht. „Mit diesem Konzept ernteten wir schon im Vorfeld eine enorm positive Resonanz“; sagte Brings. Am Ende war die Burg mit Zuschauern gefüllt, allerdings waren die 260 nicht genug, um eine schwarze Null mit dieser Veranstaltung zu schreiben.

Leisere Töne hatte Sandra „Missi“ Wainwright-Schneider angeschlagen. Die Sängerin von DCseven, gewählt mit 1803 Stimmen, erinnerte an Marla Glen, füllte jeden Song aber in ihrer Art. Musik ohne Schublade und Etikette machten DCseven: rockig, funky, Soul und Jazz, Samba und Reggae verdichteten sich zu den typischen Merkmalen der Aachener Band und so zu einer eigenständigen, abwechslungsreichen Musik, die originell und athenisch ist.

David Spencer begeisterte mit mitreißenden Schlagzeugsoli, Ralf Tschiersch mit Keyboardeinlagen, die an Supertramp erinnerten. DCseven wurde vervollständigt mit der Backgroundsängerin Heike Nebel, dem Gitarristen Dieter Unger und dem Bassisten Andreas Tassew.

Ein Heimspiel war es für T.E.A., der Würselener Band, die mit tollem Sound und satten Pop begeisterte. Wer die fünf Bandmitglieder nicht kannte, wurde zum Fan. Stefan Müller, E-Gitarre und Gesang, Richard Witt, Akustikgitarre und Gesang, Markus Handke, Bass, Stephan Schillings, Piano und Orgel und Aram Schneider, Schlagzeug, bewegten sich musikalisch zwischen Einflüssen der Beatles und Oasis, zwischen Del Amitri und Razorblade und erinnerten manchmal an Status Quo.

„In der Burg aufzutreten, ist echt besonders. Tolle Atmosphäre, breit aufgestellte Musik mit den drei unterschiedlichen Bands. Es hat Spaß gemacht“, fasste Richard Witt nach seinem Auftritt zusammen, bei dem er bei „Employee of the Month“ bewiesen hatte, dass er als Sänger nicht nur mit seinen roten Glanzleder-Schuhen auffällt. Mit 1671 Stimmen hatten T.E.A. Den viertplatzierten Lagerfeuer mit 1314 Stimmen übrigens deutlich abgehängt.

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