Herzogenrath - „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ gründet sich in Herzogenrath

„Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ gründet sich in Herzogenrath

Von: mabie
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Koordinatorin für den AWO-Kreisverband Aachen-Land: Sabine Nolden stellte die Ziele der neuen Lokalen Allianz vor. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Nicht nur bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Herzogenrath ist Demenz und der Umgang mit dementiell erkrankten Menschen ein Dauerthema. „Wir haben 15 Plätze in unserer Einrichtung in Herzogenrath, die immer voll ausgebucht sind“, sagt beispielsweise Claudia Liepertz von der AWO über die Tagespflegeeinrichtung.

 Ausgebucht sein ist aber nur ein Schlagwort, viel mehr interessiert die Verbände und Einrichtungen, die sich jetzt unter dem Titel „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ erstmals zusammenfanden, die Vernetzung vor Ort. „Ziel des Gesamtprojekts ist es, Menschen mit Demenz in ihrem direkten Wohnumfeld bestmöglich zu unterstützen“, fasst es Sabine Nolden zusammen, die als Koordinatorin des Projektes tätig ist.

Finanziell wird der Runde Tisch für Demenz über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ gefördert und läuft noch bis August 2016.

„Wir wollen in Herzogenrath die Bevölkerung und relevante Einrichtungen mit Wissen zum Thema Demenz und zum Umgang mit den betroffenen Menschen versorgen“, sagt Nolden.

Demenz soll als „buntes Thema“ begriffen werden, das nicht mehr die Schicksale Einzelner widerspiegelt, sondern nicht zuletzt durch die demografische Entwicklung für immer mehr Menschen konkret wird.

Unter der Federführung des AWO-Kreisverbands Aachen-Land wurden 16 Kooperationspartner (siehe Infobox) gefunden, die das lokale Netzwerk mit Fachwissen und Engagement unterstützen. Beim ersten Runden Tisch stand nicht nur der Austausch der teils interdisziplinär arbeitenden Gruppen auf der Agenda. „Wir wollten auch planen, welche Ziele der Runde Tisch Demenz verfolgen soll, welche Angebote es gibt und welche weiteren Angebote wünschenswert wären“, sagt Nolden.

Nicht zuletzt soll die Bevölkerung sensibilisiert werden, um Demenz aus der noch immer großen Tabuzone herauszuholen. Dazu wurden Handelsfelder wie der Mensch mit Demenz im öffentlichen Leben, in Kirchen oder Vereinen, alleinlebende Menschen mit Demenz oder die Situation von Angehörigen bearbeitet. Nolden: „So wollen wir bedarfsgerecht gemeinsame Vorhaben beschließen und uns für neue, auch kultursensible Angebote öffnen.“

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