Löschzug Broichweiden leistet bei Übung Schwerstarbeit

Von: ehg
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Die schwierige Lage schnell un
Die schwierige Lage schnell unter Kontrolle gebracht: Bei der Manöverkritik ernten die Teilnehmer der Übung viel Lob. Foto: W. Sevenich

Würselen. Durch einen technischen Defekt ist im Kellergeschoss der Kläranlage Euchen ein Brand ausgelöst worden. Dadurch wird der dort installierte Brandmelder ausgelöst, der den Abwassermeister auf den Plan ruft.

Er betritt die Kellerräume und bricht bereits nach wenigen Metern bewusstlos zusammen. Zur selben Zeit ist ein zweiter Mitarbeiten mit dem Umfüllen von Flockungsmittel (Natriumaluminat) beschäftigt. Auch er vernimmt den Alarm der Meldeanlage und rennt hastig ins Freie. Dabei lässt er das chemische Produkt zurück, das sich in der Halle unkontrolliert ausbreitet. Da ist der Löschzug Broichweiden der Freiwilligen Feuerwehr Broichweiden an mehreren Einsatzfronten gefragt, als er zur Jahresabschlussübung ausrückt, um seine Schlagkraft auch in solch schwierigen Fällen zu demonstrieren.

Verstärkung erhalten die 26 Aktiven des Löschzuges Broichweiden von zehn Kameraden der Partnerwehr Aachen-Haaren, die mit einem Löschfahrzeug angerückt ist. Neben ihm kommen noch weitere sieben Feuerwehrfahrzeuge zum Einsatz, inklusive Einsatzleitwagen und Lastkraftwagen der Hauptwache. In die Übung integriert ist der zehnköpfige Nachwuchs, der die Wasserversorgung zunächst aus einem Nachklärbecken sicherstellt, bevor geklärt ist, ob eine Leitung zum entfernten Unterflurhydranten verlegt werden sollte.

Während die Wasserversorgung aufgebaut wird, rücken mehrere Trupps unter Atemschutz in den Keller vor. Sie werden rasch fündig und können den verunfallten Abwassermeister unter Abwehr der Flammen mit Hilfe eines C-Rohres aus der Gefahrenzone befreien. Er wird den Helfern des Malteser Hilfsdienstes überstellt, die mit einem Rettungstransportwagen vorgefahren sind. Mehrere C-Rohre werden in Anschlag gebracht, um den hinteren Gebäudeteil vor dem Übergreifen des Feuers zu schützen.

Zum Niederschlagen von giftigen Dämpfen wird ein Hydroschild aufgebaut. Ein CSA-Trupp macht sich in Chemiekalienschutzanzügen daran, die Kanaleinläufe abzudichten und die Leckage zu beheben. Schwerstarbeit! Insgesamt lief die Abschlussübung recht zügig ab, obwohl die äußeren Bedingungen vorübergehend zusätzliche Probleme bereiteten.

Die Einsatzleitung lag in den bewährten Händen von Löschzugführer Ralf Jüsgens, kommentiert wurde die Übung in ihren einzelnen Abläufen fach- und sachkundig von Hauptbrandmeister Michael Winands. Lobende Worte für das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute fand Bürgermeister Arno Nelles. Mit ihm zollten auch der Erste Beigeordneter Werner Birmanns und Sachbereichsleiter Willi Vondenhof ihnen hohen Respekt.

Neben ihnen verfolgten der Leiter der Würselener Feuerwehr, Josef Hermanns, der Leiter der Hauptwache, Hans Werner Lehner, Stadtjugendwart Franz-Josef Mertens und der Leiter der Altersabteilung, Ludwig Scherz, den Verlauf der Übung aufmerksam. Zu Gast waren auch Abordnungen von Würselen-Mitte und Bardenberg mit ihren Zugführern Ulrich Grossmann und Stefan Kaiser.

Nach getaner Arbeit wurde den Wehrleuten kräftig Beifall gespendet. Eine kleine Anerkennung für die vielen Stunden, die sie im Laufe eines Jahres in die ehrenamtliche Arbeit investieren, sei es auf Lehrgängen sowie bei Übungen und Einsätzen.
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