Lions Club feiert 40-jähriges Bestehen

Von: ehg
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Sind stolz auf das Geleistete: Der Präsident des Lions Club in Würselen, Dr. Holger Tschakert, mit dem Schirmherr Martin Schulz (r.) und Hermann J. Weingartz, District-Governor der Lions. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Die Initiative, einen Lions Club in Würselen ins Leben zu rufen, ging Anfang 1974 von dem Architekten Wilhelm Joris aus, der seit 1. Juli 1961 Mitglied im LC Eschweiler-Stolberg war. Bei dem damaligen Stadtdirektor Albert Cramer „stieß“ er mit seiner Idee offene Türen ein.

Fortan warben Joris und Cramer gemeinsam im Freundes- und Bekanntenkreis für die Ziele von Lions: „Den Geist gegenseitiger Verständigung unter der Völkern der Welt zu wecken und zu erhalten, die Grundsätze eines guten Staatswesens und guten Bürgersein zu fördern sowie aktiv für die bürgerliche, kulturelle, soziale und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft einzutreten.“

In den Gründungsvorstand wurden auf der Versammlung am 26. Juni 1974 Wilhelm Joris (Präsident), Albert Cramer (Vize-Präsident), Dr. Willy Lynen (Sekretär) und Wilhelm Lucas (Schatzmeister) gewählt. Von den 15 Gründungsmitgliedern sind heute noch aktiv: Dr. Gerd Boskamp, Albert Cramer, Dr. Kurt Engels, Hans Kalz und Wilhelm Lucas. Unter der Maxime „Durch Eintracht wachsen kleine Dinge, durch Zwietracht zerfallen die größten“ machte sich der Lions Club Würselen an die Arbeit.

Grund genug, auf die verflossenen vier Jahrzehnte seiner Geschichte anzustoßen, die von Albert Cramer in einer Festschrift dokumentiert ist. In einer Feierstunde im Alten Rathaus stellte Präsident Dr. Holger Tschakert mit Freuden fest, „dass der Club viel und vielen hat helfen können“. Auch außerhalb der Region sei er aktiv geworden, im Seniorenhaus in Recife, durch Hilfe für ein Krankenhaus im Osten von Rumänien und für Flüchtlinge im ehemaligen Jugoslawien. Unterstützung gewährte er Augenkliniken, Waisenhäusern und Krankenhäusern in Zentralafrika. Dr. Tschakert bilanzierte: „Die geleistete Gesamthilfe beläuft sich in den vergangenen Jahren auf rund eine halbe Million Euro.“

In jüngster Vergangenheit habe sich der Club neben „Kindergarten plus Klasse 2000“ und „Lions Quest“ besonders um Kinder und Jugendliche innerhalb der Stadt gekümmert. Mittlerweile zum zwölften Male finanziert der Lions Club eine Sommeraktivität, um Kindern und Jugendlichen, deren Familien sich keinen Urlaub leisten können, einen Ausgleich zu bieten. Er veranstaltet zum 11. Male ein Konzert für das sozialpädriatische Zentrum, kümmert sich um die „Offene Tür“ St. Sebastian und steht auf dem Weihnachtsmarkt für soziale Projekte mit einem eigenen Stand.

Der Präsident hob er hervor, dass sich in den letzten 20 Jahren die Außendarstellung des Clubs verändert habe, „von der geheimen Loge im Hinterzimmer langsam zur Öffnung nach Außen“. Er fuhr fort: „Wir sind nicht reiche Leute, die eine Interessengemeinschaft gebildet haben, sondern eine Gemeinschaft aus unterschiedlichen Berufen mit Interesse am Gemeinwohl im Sinne des Gründers der Lions-Bewegung, Melvin Jones.“ Die Hilfe, die der Club anbiete, sei Hilfe zur Selbsthilfe. Es sei zwar ein reiner Männerclub, „aber ohne unsere Frauen könnten wir nicht erfolgreich sein“. Gefühlt habe der Club nicht 30, sondern 60 Mitglieder, ist Dr. Tschakert stolz auf seine Mitglieder.

„Ich bin stolz auf das, was sie tun“, bekannte der Schirmherr des „40-Jährigen“, der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz. Mit Blick auf Sarajevo und die derzeitigen Brennpunkte in der Welt mahnte er: „Es ist falsch zu glauben, der Kriege sei verschwunden.“

Er stellte dar, wie sich seine Heimatstadt Würselen in den verflossenen vier Jahrzehnten entwickelt hat, weg von Steinkohlebergbau, Nadel- und Zigarrenfabrikation sowie Landwirtschaft hin zu einem mittleren Dienstleistungszentrum, das keine Konkurrenz zu scheuen brauche.

Elf Jahre lang habe er als Bürgermeister erlebt, welche Sorgen Menschen im Alltag haben. Mit anderen etwas für die Gemeinschaft zu tun, hielt er für wichtig. Einer Neiddiskussion erteilte er eine unmissverständliche Absage. „Sie sind ein lobenswerter und ehrenwerter Club, weil Sie der Gesellschaft etwas von dem zurückgeben, was Sie von ihr erhalten haben.“

Für Menschen, die an der Hilfe des Lions Club teilhaben dürfen, ist das, was er leiste, keine Kleinigkeit, dankte Bürgermeister Arno Nelles für sein Engagement „vor Ort“. Er unterstrich: „Sie bereichern unsere Gesellschaft enorm.“ In den Anstrengungen nicht nach zu lassen, versicherte Präsident Dr. Tschakert. „Wir investieren in die Zukunft“, hofft er, „dass die Generationen nach uns die Früchte ernten dürfen“.

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