Würselen - „Liederkranz“ bietet erneut Chormusik vom Feinsten

„Liederkranz“ bietet erneut Chormusik vom Feinsten

Von: ehg
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Konzert des MGV „Liederkranz“ in der Aula des Gymnasium Würselen: Die Sänger wurden mit viel Beifall belohnt. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Nach einem Jahr Pause kehrte der Männergesangverein „Liederkranz“ als Konzertchor mit „Chöre singen zum Advent“ auf die heimische Bühne zurück. Den Vorsitzenden, Jürgen Stockem, freute es, dazu an zwei aufeinander folgenden Tagen runde 1000 Besucher in der Aula an der Klosterstraße begrüßen zu dürfen. Was ihnen über zwei Stunden geboten wurde, war Chormusik vom Feinsten.

Das gilt sowohl für den „Kranz“ selbst unter der souveränen Stabführung von Ando Gouders als auch für den niederländischen, in der Nähe von Utrecht beheimateten Gastchor „Stichts Mannenkoor“ unter Piet van der Sanden, der mit seinen 50 Sängern ein zumindest ebenbürtiger Partner war.

Als Gesangssolisten präsentierte der „Kranz“ den Bassisten Dr. Christian Brülls aus Aachen, der die „Nachfolge“ von Karl-Heinz Kuck antrat, der aus gesundheitlichen Gründen ins Glied zurücktreten musste. Vorsitzender Stockem dankte ihm, dass er so viele Jahre als erster beziehungsweise zweiter Dirigent zur Verfügung gestanden und durch seinen Gesang vielen Menschen Freude bereitet hatte.

Mit dem „Priesterchor“ aus Mozarts „Zauberflöte“ stieß der „Kranz“ die Tür zu einem festlichen Konzert auf hohem Niveau weit auf. Eine erste Kostprobe seines meisterlichen Gesangs lieferte der Solist mit der Arie des Zarastro ab. Zu einem 100-köpfigen voluminösen, in den Stimmen ausgewogenen Klangkörper vereinigten sich beide Chöre beim Schlusschor der „Zauberflöte“ voller Freude am Gesang.

Zweimal wurde in den beiden Konzerten die slawische Volksseele feinfühlig und inbrünstig zugleich zum Klingen gebracht: Der „Kranz“ intonierte „Tebje Pojen“ und der Gast „Slava vo vishnih Bohu“, beide Gesänge aus der Feder von Dimitri Portnianski in der russischen Originalsprache. Als Kontraste dazu gab es im ersten Programmteil „Veni Jesu“ von dem italienischen Komponisten Luidi Cherubini und „Die Rose“ von A. Mc Broom. Den „Frieden“ sehnte er für alle Menschen dieser Welt herbei, bevor der Bassist, geradezu beschwörend, „Jerusalem“ von S. Adams neu aufbereitet zu Gehör brachte.

Beschwingt meldete sich der Mannenkoor mit „Die Forelle“ von Franz Schubert in einer Bearbeitung von Franz Liszt zu „Wort“. Mit „Beni Calastoria“ von Bepi de Marzi machte er in Italien Station. Den Kontrapunkt setzte der Gast dazu mit „Glory be to God“, ein arrangierter Teil aus einer Mozart-Messe, und „Morte Christie“ von Emrys Jones. Einen Abstecher in die Barockzeit machte „Stichts Mannenkoor“ erst mit „Jesus bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach und mit dem gewaltigen „Halleluja“ aus dem „Messiah“ von Georg Friedrich Händel.

Beide Werke waren ein wunderbarer Hörgenuss. Auch beim „Gruß an die heilige Nacht“ des deutschen Komponisten Max Bruch lotete der Dirigent die verschiedensten Varianten „seines“ Klangkörpers aus. „Hodie Christus natus est“ erklang in einer ausgefallenen Bearbeitung durch Piet van der Sanden. Erst recht vermittelte sein Chor weihnachtliche Vorfreude, als er „Stille Nacht“ von Franz Gruber vortrug, eine weitere Perle in dem fein abgestimmten Programm.

Auf „Resonet in Laudibus“ in lateinischer Sprache folgte bei der Rückkehr des „Kranzes“ aus der Pause ein weiterer weihnachtlicher Ohrwurm, das „Transeamus usque Bethlehem“ von Franz Schnabel mit dem Bassisten als Solisten. Dann wehte ein Hauch von südafrikanischer Weihnacht durch den Konzertsaal. Sowohl „Siyahamba“ (Wir ziehen im Licht des Herrn) als auch die Lobpreisung „Bonse Aba“ waren choreographisch afrikanisch aufbereitet. Mit Stürmen der Begeisterung wurde der nette Clou von den Konzertbesuchern „honoriert“.

Als Solist setzte sich Dieter Janus bei dieser Showeinlage prächtig in Szene. In Erscheinung trat er ein weiteres Mal gemeinsam mit Tenor Josef de Ben bei dem polnischen Lied „Lulajze Jesuniu“, für den „Kranz“ ein weihnachtlicher „Schlager“. Ab ging die Post bei der „Petersburger Schlittenfahrt“ genauso wie mit „Jingle Bells“, einer amerikanischen Volksweise in der Bearbeitung von Otto Groll. Nicht unerwähnt bleiben dürfen die beiden Pianisten, Theo Palm und Rein Boeijen, die virtuos die Chöre begleiteten.

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