Herzogenrath - Lichterglanz wärmt Besucher auf Burg Rode

Lichterglanz wärmt Besucher auf Burg Rode

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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Eingehüllt in Licht: Das Spiel der Scheinwerfer mit dem Burggemäuer faszinierte viele hundert Besucher beim Burgen-Parcours in Roda.

Herzogenrath. Nicht bloß märchenhaft schön wird es, als um kurz nach 22 Uhr die Scheinwerfer rund um die Burg Rode erstrahlen. Auch für ein wenig mehr gefühlte Wärme in einer ungemütlich kalten Frühlingsnacht sorgen die orangefarbenen Lichtsäulen, die am Gemäuer emporstreben. Es ist eine Kulisse, die für mehrere hundert Besucher eine Einladung zu einem zauberhaften Spaziergang ist.

Nach der Alsdorfer Burg ist das Wahrzeichen von Herzogenrath die zweite Etappe im Burgen-Parcours der Städteregion. Hier wie dort inszeniert von dem Berliner Lichtkünstler Jörg Rost. Gut 300 Scheinwerfer sind es in Roda, die die Burg und die Bäume im Park in Licht baden. Es ist eine romantische Kulisse. Viele Pärchen umrunden eng umschlungen das Gemäuer. Andere lassen den Blick von den Bänken vor der Bühne über das gewaltige Kunstwerk schweifen.

Zu sehen gibt es auf der Bühne schon zuvor einiges. Vor allem Schüler aus Herzogenrath präsentieren sich dort. Ob ein Theaterkurs des Städtischen Gymnasiums, der das Thema „Heimat und Abschied” szenisch umsetzt, ob Gesamtschüler, die Highlights ihrer Musicalfassung vom „Tanz der Vampire” zeigen, oder Erich-Kästner-Hauptschüler, die eine mitreißende HipHop-Choreographie parat haben - für alle gibt es viel Applaus.

Um alles zu sehen, muss das Publikum selbst in Bewegung bleiben. Denn nicht nur die Bühne ist ein Spielort. Auf den Treppen zum Burghof musiziert der Afdener Harmonie-Verein Cäcilia, im Hof selbst tanzt die HipHop-Crew Anonym aus Belgien, überall auf dem Gelände sind Kunstobjekte zu entdecken, die Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule gestaltet hatten, vielerorts schwadronieren Mitglieder der Limburger Ritterschaft umher.

Nach Einbruch der Dunkelheit beginnt noch eine besondere Performance, bei der Gesamtschüler als Aufziehpuppen agieren. Rund um die Burg warten die Jugendlichen darauf, von Besuchern „aufgezogen” zu werden, um dann kurze, wortlose Szenen zum Thema „Identität” zu spielen. Dabei agieren sie geschickt mit ihrer Umgebung und dem Burggemäuer. So dass der Parcours spät am Abend endet, wie gedacht: als Gesamtkunstwerk.
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