Würselen - Letzte Ausstellung eines passionierten Krippenbauers

Letzte Ausstellung eines passionierten Krippenbauers

Von: fs
Letzte Aktualisierung:
11383577.jpg
Franz Mandelartz, Krippenbauer, will kürzer treten. Foto: Sevenich

Würselen. Wenn noch bis Sonntag, 6. Dezember, im Heim der St.-Hubertus-Schützen Bardenberg am Duffesheider Weg wieder die große Krippenausstellung von Franz Mandelartz zu sehen ist, dann ist das nicht nur ein Jubiläum – die inzwischen bereits 10. Auflage –, sondern auch ein Abschied.

„Es hat mir immer schon Spaß gemacht, mit Holz zu arbeiten“, so Franz Mandelartz, „aber mit fast 80 Jahren darf ich mir wohl jetzt auch erlauben, etwas kürzer zu treten.“ Als kleiner Bub sei er durch den Vater eines Schulkameraden zu Holzarbeiten gekommen und habe gleich eine Menge Leidenschaft darin entdeckt.

Da war es nur logisch, dass er später in die Schreinerlehre ging und schließlich in diesem Beruf auch seinen Meister machte. „Das war auch für mich nicht nur eine Beschäftigung um Geld zu verdienen, mit Holz zu arbeiten war Leidenschaft und Passion“, sagt Mandelartz im Rückblick.

Schon während seinem Berufsleben habe er mit dem Schnitzen angefangen, als Rentner habe er dann für sein Hobby richtig viel Zeit aufwenden können. „Wenn ich durch meinen Garten ging und an meiner Werkstatt vorbeikam, einen Blick hineinwarf und dann später auf kleinen Zetteln irgendwelche Zeichnungen begann, dann wusste meine Frau schon: Jucken wieder die Finger?“

Schließlich überredeten ihn Freunde von den Hubertusschützen zur ersten Krippenausstellung. Nach dem Erfolg der Premiere wurde eine jährliche Passion daraus. „Doch der Aufwand dafür ist schon richtig groß, rund zwei Monate bin ich intensiv mit den Vorbereitungen beschäftigt. Immer wieder müssen neue Krippen gebaut werden und dann natürlich auch noch die Dekorationsgegenstände für die dazugehörige Verlosung“, so Mandelartz. Zusätzlich hat er in den letzten Jahren beispielsweise die große Hubertusstatue vor dem Schützenheim oder Schwippbögen angefertigt.

Mit der Handwerkskunst soll nach der letzten Krippenausstellung nicht ganz Schluss sein, aber es soll wesentlich geruhsamer zugehen, so der Schreinermeister. Und die Freunde schöner Krippen können von diesem Abschied im Dezember auch profitieren. Die Krippen sollen am Ende der Ausstellung verkauft werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert