Leser-Führung im KuBiZ: „Hatten schon viel zu viel Wasser im Haus“

Von: Yannick Longerich
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Architekt Frank Schneiderwind (3.v.l.) führt die futuristischen Versorgungs- und Steuerungseinheiten im Chemie-Laborraum vor. Foto: Yannick Longerich
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Kathrin Hoppe (r.) zeigt den Besuchern den Unglücksort, wo sich aufgrund einer defekten Wasserleitung in der Bauphase ein kapitaler Wasserschaden ereignete. Foto: Yannick Longerich
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Unsere Leser nehmen die neuen Sportgeräte der Turnhallen genau unter die Lupe. Zu einem Praxistest ließ sich jedoch niemand überreden. Foto: Yannick Longerich
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Auf den Dächern der Turnhallen wurde ein großer Pausenhof angelegt. Unsere Leser genießen die Aussicht. Foto: Yannick Longerich

Alsdorf. Es war noch still in den Fluren und Klassenzimmern des brandneuen Kultur- und Bildungszentrums (KuBiZ) am Annapark. Der LED-Monitor im Raum des Hausmeisters lehnte verpackt an der Wand, ein einsamer Zementsack lag vergessen auf der Treppe.

Bis zum Schulstart der Realschule und des Gymnasiums waren noch Kleinigkeiten zu erledigen. Einen Eindruck des multimedialen Prachtbaus auf dem ehemaligen Zechengelände konnten kurz vor dem großen Start Leser unserer Zeitung gewinnen.

Mit Kathrin Hoppe (technische Geschäftsführerin) und Michael Hafers (kaufmännischer Geschäftsführer) von der Grund- und Stadtentwicklung Alsdorf Gmbh (GSG) führten die zwei Hauptverantwortlichen der Tochterfirma der Stadt durch die künftige Heimat von Alsdorfer Schülern und Lehrern. GSG-Architekt Frank Schneiderwind stand dabei den vielen Fragen der Besucher Rede und Antwort.

Besonders im Fokus standen Fragen zur Klimatisierung und zum Brandschutz. Während der Komplex ohne Klimaanlage auskommt und allein durch Dämmung und Lüftung eine gleichmäßige und angenehme Raumtemperatur garantiert, verwunderte einige Anwesende des Fehlen einer Sprinkleranlage. Schneiderwind erläuterte geduldig, dass Sprinkler hauptsächlich zum Kühlen eingesetzt werden und eine Löschwirkung nicht unbedingt eintritt.

Das KuBiZ erfülle durch Baumaterialien, Einteilung in Brandschutzabschnitte, Brandschutztüren und vielem mehr die Vorgaben des modernen Brandschutzes. In diesem Zusammenhang hielt Hoppe mit einer erfrischenden Portion Selbstironie fest: „Wir hatten schon viel zu viel Wasser im Haus.“ Das Corpus Delicti – der Flur, in welchem eine unscheinbare Wasserleitung den Millionenschaden unlängst verursachte, wurde im folgenden natürlich ebenfalls inspiziert. Es erinnerte nichts mehr an jene fatale Zeit.

Klassenzimmer und Lernräume waren bereits fertig eingerichtet für die ersten Unterrichtsstunden. Der Komplex funktioniert trotz der Einteilung in Realschul- und Gymnasialteil als Einheit. Beide Bereiche gehen jeweils fließend ineinander über, Pausenhöfe und Lernzonen sind über mehrere Ebenen verteilt. Speziell die Multifunktions-Sporthallen im Untergeschoss erregten das Interesse der Teilnehmer. Die innovative Eingliederung in das Gesamtbauwerk sowie die umfangreiche Ausstattung sorgte für einiges Staunen.

Während das KuBiZ also bezugsfertig ist, geben sich Maurer, Elektriker und Maler im angrenzenden Maschinenhaus noch immer die Klinke in die Hand. Bis Aula und Mensa dort ihre neue Heimat gefunden haben, werden laut den Verantwortlichen noch einige Monate vergehen. Aus den Reihen der Besucher kam die Frage auf, ob neben der Nutzung der Turnhallen durch Vereine auch die Aula entsprechend für festliche Anlässe gemietet werden könne. Derartiges sei laut der GSG denkbar, da aufgrund der Unterschiede zur Stadthalle und zum Energeticon keine direkte Konkurrenzsituation geschaffen würde.

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