Leos machen sich für Schwächere stark

Von: Daniel Gerhards
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Lockere Gesprächsrunde: Andrea Tappe und Pfilip Maier (vorne) erklären interessierten Baesweiler Jugendlichen, wie sie sich als „Leos” engagieren können. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Sich sozial zu engagieren, ist für Jugendliche und junge Erwachsene manchmal gar nicht so leicht. Oft fehlt schlicht die Gelegenheit. Im Leo-Club haben Schüler, Studenten und junge Berufstätige zwischen 16 und 30 Jahren die Möglichkeit sich für Schwächere einzusetzen.

Die Nachwuchsorganisation der Lions wurde kürzlich von den Clubs aus Baesweiler, Würselen und Übach-Palenberg gegründet.

„Ein-Teil-Mehr-Aktion” geplant

Bei einer ersten Informationsveranstaltung erklärten aktive Leos aus Aachen, was sie in ihrem Club machen. Andrea Tappe sagte, dass sie Lebensmittelsammlungen machen oder mit benachteiligten Kindern schwimmen gehen. Dabei können die kleinen Löwen nicht auf große finanzielle Ressourcen zurückgreifen.

„Wir haben nicht das Geld, um Rutschen zu bauen, wir gehen mit dem Kindern rutschen”, sagte Tappe. Aller Anfang ist für die Leos in Baesweiler, Würselen und Übach-Palenberg schwer. Sie beginnen zunächst als recht kleine Gruppe. Die 16-jährige Annika Bauer und der 17-jährige Hendrik Frenken waren gleich beim ersten Treffen der Leos dabei.

Beide besuchen das Baesweiler Gymnasium. Für sie war nach dem Gespräch mit den Aachener Leos klar, dass sie auf jeden Fall weiter machen möchten. „Wir möchten jetzt noch ein paar Leute finden, die das mit uns zusammen machen”, sagten die beiden.

Dass man schnell ein schlagkräftiges Leo-Team aufbauen kann, zeigen die Erfahrungen aus Aachen. Pfilip Maier erklärte, dass man auch in Aachen vor dreieinhalb Jahren mit „drei oder vier Mitgliedern” einen „Neuanfang” gestartet habe. Jetzt sind bei den Aachener Leos 30 junge Leute aktiv.

Auch Andrea Tappe erinnert sich noch an ihre ersten Schritte bei den Leos: „Ich wollte mich schon in meiner Schulzeit sozial engagieren”, sagt die 24-jährige Medizinstudentin. „Im Leo-Club habe ich das gefunden, was ich schon immer machen wollte. Man konnte sich sofort einbringen und Verantwortung übernehmen.”

Annika Bauer und Hendrik Frenken wollen sich nun auch an der nächsten „Ein-Teil-Mehr-Aktion” der Aachener Leos beteiligen. Dabei gehen sie in den Supermarkt und sprechen die Kunden an, ob sie vielleicht ein zusätzliches Teil einkaufen möchten, um es beim Rausgehen an die Leos zu spenden.

„Am Anfang ist es schon nicht ganz einfach die Leute anzusprechen. Aber dann macht es richtig viel Spaß”, erklärt die 17-jährige Alexandra Kaltenbach. Die Schülerin hat sich auch erst vor Kurzem den Aachener Leos angeschlossen. Die „Ein-Teil-Mehr-Aktion” möchten die Leos dann auch schon bald in Baesweiler realisieren.
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