Würselen - Lemmon-Laptops im Reparaturstau

Lemmon-Laptops im Reparaturstau

Von: ehg
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Lernen mit Lemmon-Laptops: Die
Lernen mit Lemmon-Laptops: Die mobilen Computer gehören für zahlreiche Kinder zum Schulalltag an Würselener Schulen. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Wie geht es mit dem 2008 gestarteten Projekt „Lernen mit modernen Medien online” (Lemmon) weiter? Diese Frage brennt den Eltern an elf Schulen der Stadt auf den Nägeln. Andreas Dumke (SPD) warf sie im Ausschuss für Bildung in der Hoffnung auf, eine konkrete Antwort zu erhalten.

Die Verwaltung legte einen Sachstandsbericht vor. Ein Beschluss soll in der nächsten Sitzung am 28. Februar gefasst werden. Dabei sollen IT-Lehrer des Gymnasiums, der Realschule und der Grundschulen über die Erfahrungen, die sie mit Lemmon gemacht haben, dem Ausschuss unterbreiten. Vorab erklärte die CDU-Sprecherin Martina Offermanns: „Wir wollen das Projekt auch weiterhin positiv begleiten.”

Wie die Verwaltung darlegte, „wird den Lehrern durch den flexiblen Einsatz von mobilen Geräten im Gegensatz zu stationären Medienecken eine modernere und flexiblere Unterrichtsform ermöglicht”. Was den Vorteil habe, dass durch das gleichzeitige Arbeiten in mehreren Lerngruppen während des gemeinsamen Unterrichts die Schüler individueller gefördert werden könnten und „sie dadurch selbstständiger, differenzierter und aktiver lernen”.

Vorschlag zu Verbesserung

Seit Beginn des Projekts wurden rund 600 von den Eltern finanzierte Notebooks ausgehändigt. Durch ihre immer häufigere Nutzung und das zunehmende Alter verschiedener Geräte sei es - so die Verwaltung - im Verlauf das Projekts zu „Reparaturstaus” am Städtischen Gymnasium und an der Realschule gekommen. Der Verwaltungsaufwand sei durch die immer größer werdende Anzahl so enorm geworden, dass die Anwendungsbetreuer und Sekretärinnen bis zuletzt damit beschäftigt worden seien, defekte Notebooks, Schadensanzeigen und Kostenvoranschläge entgegenzunehmen, weiterzuleiten beziehungsweise wieder auszugeben. Von den betroffenen Anwendungsbetreuern sei ein Vorschlag zur Verbesserung und Entlastung erarbeitet worden, der von der Firma Bechtle aufgegriffen worden sei und derzeit ausgearbeitet werde.

Entscheidung über Fortsetzung

Wie die Verwaltung berichtete, werde nach den Weihnachtsferien das Konzept „Notebook-Sprechstunde” nach einigen erforderlichen Umbaumaßnahmen umgesetzt. Die Notebook-Sprechstunde bietet dann dem Schüler die Möglichkeit, an bestimmten Tagen zu bestimmten Uhrzeiten den Techniker der Firma Bechtle in einem Raum im Schulgebäudes aufzusuchen, sein Notebook zur Reparatur abzugeben und dort nach vorhergehender Benachrichtigung auch wieder abzuholen. Die gesamte Abwicklung von der Mitteilung des Fehlers bis hin zur Abwicklung mit der Versicherung läuft dann künftig nur noch über den Techniker und nicht mehr über die Anwendungsbetreuer. Dass das Projekt fortgeführt werden möge, das hatten die Schulleiter bereits in einer Schulleiterkonferenz im April 2011 gewünscht.

Die im SPD-Antrag aufgeworfene Frage nach den Kosten einer Fortführung beantwortete die Verwaltung in der Sitzung wie folgt: Zu den Kosten könnten keine Angaben gemacht werden, „da noch kein konkretes Konzept zur Umsetzung des Lemmon-Projektes nach dem 30. September 2012 aufgestellt werden konnte”.

Dass in der Vergangenheit keine konzeptionellen Vorgaben von den Schulen gemacht worden seien, monierte UWG-Fraktionsvorsitzender Walter Quadflieg. Den Schulen mehr Mitspracherecht einzuräumen, dafür plädierte er. Was nun auch in der nächsten Sitzung des Bildungsausschusses geschehen soll.
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