Laut und richtig wild: Metalfestival „Alsdorf aus der Asche”

Von: Daniel Gerhards
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Harte Musik im Castorhaus: Das vom Treff „Kleine offene Tür” organisierte Festival schloss eine echte Marktlücke. Foto: Daniel Gerhards

Alsdorf. Das dröhnt! Beim Metalfestival „Alsdorf aus der Asche” lassen fünf Bands die Verstärker und Boxen im Castorhaus auf Hochtouren arbeiten. Damit ließen die Organisatoren des Treffs „Kleine offene Tür” (KoT) die Tradition der Konzerte im Pfarrheim wieder aufleben.

Was die Musiker auf der Bühne bieten, ist weit weg vom Mainstream, laut und richtig wild. Headbanging und Pogo vor der Bühne gehören zu diesem Rock der härteren Sorte. Und so legen sich Musiker und Zuhörer mit vollem Körpereinsatz ins Zeug.

Musikalisch gehen die Bands alle in eine ähnliche Richtung. Metal, Deathmetal und Hardcore dröhnt aus den Boxen im Castorhaus. Ein recht seltenes Angebot in der Region.

„Solche Festivals im Rockbereich sind eine Seltenheit geworden. Das ist wirklich eine schöne Sache für die Szene in Alsdorf”, sagt KoT-Leiter Daniel Dammers. „Metal leidet unter dem Hip-Hop-Boom.”

Gegen diesen Trend stemmen sich die Hardrocker auf der Bühne. Dabei spielen Nachwuchskräfte und erfahrene Musiker. Die Band „The Quest for Revenge” hatte im KoT erst ihren zweiten Auftritt. Dagegen sind „Another Victory” schon alte Hasen. Die Alsdorfer geben deutschlandweit Konzerte.

Dazu spielten noch die Würselener Band „Devastor” sowie „The Ghost of Campaigner” und „A Drop into the Ocean”. So sollen die regionalen Newcomer die Chance haben auf derselben Bühne zu spielen wie die gestandenen Rocker.

„Das ist schon etwas größer, als ein normales Konzert. Das ist schön für die Newcomer, aber auch eine Herausforderung”, sagt Dammers. „Another Vicoty”-Gitarrist Tommy Gawellek ist von der Idee des KoT begeistert: „Das ist echt super. Neue lokale Bands müssen gepusht werden. Das ist wirklich eine gute Sache, dass die KoT das im Castorhaus aufzieht.” Gawelleks Band „Another Victory” spielt seit 2005 zusammen und ist für Dammers so etwas wie die „KoT-Hausband”.

Damit will sich der KoT auf die Bedürfnisse der Jugendlichen zu bewegen. „Es ist schade, dass es so was länger nicht mehr gab.” Zwei Jahre lang gab es im KoT kein Konzert mehr. „Wir wollen den Leuten zeigen, dass in Alsdorf doch was los ist”, sagt KoT-Leiter. „Wir bieten viel in Sachen Jugendarbeit. Da sind wir eine Anlaufstelle. Und wir wollen auch was für die Musikszene tun.” So wolle man die Verbindung von der Musik zur Heimatstadt schaffen.

Zunächst bekamen die Besucher des Festivals bis etwa um Mitternacht gute, handgemachte Metal-Musik zu hören. Und das wahrscheinlich nicht zu letzten Mal. „Wir wollen das demnächst wieder regelmäßig machen”, sagt Dammers.
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