Alsdorf - Laufend kommen neue alte Alsdorfer Ansichten hinzu

Laufend kommen neue alte Alsdorfer Ansichten hinzu

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Alfred Reimund nimmt neues Material entgegen: Herbert von Berg überreicht ihm weitere 100 EBV-Bilder. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Mit seiner Ausstellung „Alsdorfer Ansichten“ hat der Hobbyarchivar Alfred Reimund sehr viel Interesse ausgelöst. Nahezu täglich bekam der 63-Jährige noch während der Ausstellungstage Fotos oder Gegenstände gebracht. Unser Mitarbeiter Sigi Malinowski sprach mit dem gebürtigen Würselener, der seit 40 Jahren in Zopp heimisch ist.

Herr Reimund, in Ihrer Art ist Ausstellung schon ein bisschen – im positiven Sinne – ungewöhnlich. Betrachten Sie sich, angesichts Ihrer Sammelleidenschaft auch als ungewöhnlichen Menschen?

Reimund: Ob man das so sagen kann, weiß ich nicht. Sicherlich habe ich im Laufe der zwölf Jahre, in denen ich das mache, einen ungewöhnlich hohen Bestand an Bildern zusammengetragen. Eben war Herbert von Berg noch bei mir und hat mir fast 100 Bilder aus der Geschichte des EBV zur Verfügung gestellt.

Das heißt...?

Reimund: Ich lege jetzt eine Nachtschicht ein und scanne die alle. Dann bekommt sie der Stifter wieder zurück. Bei mir wird alles bis ins Kleinste katalogisiert und im Rechner abgelegt.

Da muss sich ein riesiges Datenvolumen ergeben haben...?

Reimund: Das kann man wohl behaupten. Insgesamt sind nun sechs Terrabyte an Dateien zusammengekommen, die ich nochmals zusätzlich sichere. Und zwar gibt es fünf Sicherheitskopien.

Okay, das sind die „alten Sachen“. Kommen wir zu den Aktualitäten. Ist es für Sie überhaupt möglich, alle Veranstaltungen in irgendeiner Form mitzunehmen?

Reimund: Ob das nun eine Kreuzeinweihung, eine Übergabe eines Platzes, die Führung durch Kellersberg oder was auch immer ist – ich versuche, überall dabei zu sein. Wenn das nicht klappt, gibt’s ja noch meine Lieferanten. Erst kürzlich war ein Bergmann aus Merkstein bei mir. Er brachte fast 200 Bilder von der Alsdorfer Kull vorbei.

In welcher Form „finden“ die Leute Sie denn?

Reimund: Das ist sehr einfach zu erklären. Ich bin hier in Alsdorf bekannt wie Nachbars Lumpi!

Gibt es denn ein Foto oder einen Gegenstand, worauf Sie besonders „scharf“ sind?

Reimund: Aber ganz sicher. Ich suche schon lange nach einem alten Kinderwagen. So einen, in dem ich möglicherweise selbst gelegen (geb. 1951) haben könnte. Oder eine Zinkbadewanne. Aber grundsätzlich bemerkt, ich nehme alles was man mir bringt.

Haben Sie dabei nicht das Gefühl, dass die Leute hier und da nur ihren Müll loswerden wollen?

Reimund: Absolut nicht. So etwas ist in den ganzen zwölf Jahren, in denen ich jetzt sammele, noch nie vorgekommen.

Welches Bild oder welchen Gegenstand empfinden Sie selbst denn als sehr wertvoll?

Reimund: Also, einen großen ideellen Wert hat für mich der Mai-Altar. So etwas gab es früher sehr häufig. Aber heute findet man die kaum noch.

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