Aachen/Würselen - „Landschaften in der Euregio“: Verträumt und märchenhaft

„Landschaften in der Euregio“: Verträumt und märchenhaft

Von: Eva Onkels
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Zeigt seine Bilder im Büro von Sabine Verheyen: der Aachener Künstler Willi Lemke. Foto: Andreas Schmitter

Aachen/Würselen. Wie oft geht man mit richtig offenen Augen durch die Welt und nimmt die Landschaft, die einen umgibt, richtig wahr? In der heutigen, schnelllebigen Zeit, eigentlich viel zu selten. Da hilft es, wenn man einen Perspektivenwechsel gezeigt bekommt, – die Landschaft, an die man so gewöhnt ist, dass sie zum Hintergrund geworden ist, ganz neu erfahren kann.

Dies ermöglicht Willi Lemkes Bilderreihe „Transformation – Landschaften in der Euregio“, die derzeit im Europabüro der Europaabgeordnete Sabine Verheyen (CDU) ausgestellt wird.

Das Büro war voll wie selten. Lemke, 1950 in Würselen geboren, hat Kunst studiert und bis zur Pensionierung als Grundschullehrer gearbeitet. Sein Leben lang begleitete ihn die Kunst, stetig hat er seine eigene künstlerische Tätigkeit fortgesetzt, mal als Maler, Zeichner, Bildhauer oder Fotograf. Im Ruhestand kann er sich voll und ganz seiner Kunst widmen. In seinen Schaffensperioden hat er ganz unterschiedliche Werke und Stile genutzt.

Nicht nur die Transformations-Bilder sind in der neuen Ausstellung zu sehen, auch Teile seiner älteren Reihen. So hängen im Flur Bilder aus der Äpfelchen-Reihe sowie Bilder prominenter Künstler und Musiker.

Lemke hat sich eines besonderen Tricks bedient, um die Bilder zu etwas Besonderem zu machen: Er hat die Maßstäbe verändert. Die Äpfel sind im Vergleich zur Landschaft gigantisch. Dennoch sind es keine verstörenden Bilder – ganz im Gegenteil. Sie sind eher verträumt, märchenhaft. „Dieser Anblick übersteigt die Grenzen unserer alltäglichen Erfahrung und lässt das Bild unwirklich erscheinen – und trotzdem staunen wir über den sonderbaren Reiz der geschaffene Atmosphäre“, wie Verheyen es bei der Vernissage betonte. Im Zentrum der Ausstellung befinden sich doch die Transformationsbilder, nicht nur weil sie die aktuellsten sind, sondern auch wegen ihres Europabezuges.

Die Bilder sind Abstraktionen von Fotografien, deren Flächen vereinfacht und farblich ohne Abstufungen ausgefüllt worden sind. In den Motiven, dargestellt ist die Landschaft um Monschau, die Wurm oder auch das Hohe Venn, sieht Verheyen ein Symbol für Europa: „Wir erleben hier im Kleinen, was Europa ausmacht – wir leben Europa in der Euregio“, so Verheyen.

Die Ausstellung kann noch bis zum 27. Mai zu den gewohnten Büroöffnungszeiten Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist kostenlos.

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