Landflucht ist in Baesweiler kein Thema

Von: Margret Nußbaum
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Platz für Neubauten: Die Straße im Baugebiet in Beggendorf ist dem früheren Pastor Pater Quax gewidmet. Foto: Margret Nußbaum

Baesweiler. Konstruktive Zusammenarbeit mit übergeordneten Behörden und das Bestreben, Lösungen zu finden, die schließlich alle zufrieden stimmen: Nach dieser Devise arbeitet Bürgermeister Dr. Willi Linkens am liebsten.

So ist es seinem und dem Einsatz seiner Mitarbeiter – Iris Tomczak-Pestel, technische Dezernentin, Josef Meyer, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, und Arndt Bleimann, Leiter des Tiefbauamtes – zu verdanken, dass in den kleineren Stadtteilen Beggendorf, Floverich, Loverich und Puffendorf neue Wohngebiete erschlossen werden konnten.

„Wir haben es geschafft, die Hürde der Landesplanung zu überwinden“, erklärte Linkens bei einer Pressekonferenz. Eine Leistung, die sich sehen lassen kann. Denn: „Der Landesentwicklungsplan verhieß zunächst einmal nichts Gutes. Dörfer sollten der Eigenentwicklung überlassen bleiben. Und es wurden keine weiteren Baugebiete genehmigt.“

Dass ihm die „Dörfer“ außerhalb des Stadtkerns am Herzen liegen, hat der Bürgermeister bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Die Versorgung mit Grundschulen und Kindergärten dort kann sich durchaus sehen lassen. Hinzu kommt das Interesse junger Menschen, sich in ihren Heimatdörfern Eigentum zu schaffen.

Eigentlich ein Gegentrend zu den Prognosen soziodemografischer Studien, etwa „Wegweiser Kommune“ der Bertelsmann-Stiftung. Diese weist nämlich eine Tendenz zur Landflucht junger Menschen aus. Nicht so in Baesweiler.

„Immer mehr junge Familien möchten in ihren Dörfern bauen“, weiß Linkens. Froh ist er – und berechtigterweise auch ein wenig stolz –, dass es ihm durch viel Überzeugungsarbeit gelungen ist, die Genehmigungen für 160 neue Baustellen zu erhalten. In Beggendorf – zwischen dem Gewerbegebiet Baesweiler und dem Ortseingang Beggendorf – rollen demnächst die Bagger an.

Eine neue Straße wird dort gerade erschlossen, die einem früheren Beggendorfer Pastor – Pater Quax – gewidmet wird. In Floverich „Zum Steinkauz“ wird fleißig planiert. „Hier mussten wir, in Abstimmung mit der Bezirksregierung eine Mulde ausbaggern, die das Wasser des Beekfließes auffängt, falls es tatsächlich mal zu Hochwasser kommen sollte – was eher unwahrscheinlich ist“, erklärt Arndt Bleimann.

Ein zweites Gebiet entsteht in Floverich Ecke Dorfstraße/Auf der Schell. Weitere Baugebiete wurden in Loverich – eines in der Johann-Strauss-Straße, ein anderes in der Clara-Schumann-Straße erschlossen. Die Erschließung eines dritten in der Mozartstraße beschloss bereits der Bau- und Planungsausschuss. In Puffendorf – Ecke Aldenhovener Straße/Lovericher Straße geht es ebenfalls bald los.

Auskünfte über noch freie Baugrundstücke erteilt der Leiter des Liegenschaftsamtes Marcel Meuer: 02401/800-307.

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