Alsdorf - Laktose- und Gluten-Intoleranz: Alsdorfer Gesundheitsforum

Laktose- und Gluten-Intoleranz: Alsdorfer Gesundheitsforum

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Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen oft zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Foto: imago/Insadco

Alsdorf. Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall gehören zu den häufigsten Symptomen von Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Laktose- und Gluten-Intoleranz sowie Fruktosemalabsorption werden in Deutschland immer häufiger festgestellt. Die richtige Diagnose bekommen Betroffene aber oft erst nach einem jahrelangen Leidensweg und einem anstrengenden Ärztemarathon.

Beim kommenden „mha“-Gesundheitsforum in Alsdorf beschäftigen sich Jessica Schillings (Leitende Oberärztin der Medizinischen Klinik) und Chefarzt Professor Dr. med. Markus Gatzen mit dem komplexen Themenfeld.

Es muss nicht gleich eine Allergie sein, wenn ein Mensch bestimmte Lebensmittel nicht verträgt. Manchmal ist es die Milch, die Probleme bereitet, manchmal das Obst und manchmal das Getreide. „Bei einer Laktoseintoleranz vertragen Betroffene den Milchzucker (Laktose) nicht, der in einigen Milchprodukten enthalten ist. Der Organismus kann das Enzym Laktase, das die Laktose spaltet und verdaulich macht, nicht in ausreichender Menge bilden.

In Deutschland sind etwa 15 Prozent der Menschen laktoseintolerant“, weiß Professor Dr. med. Markus Gatzen. Bei einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie, Sprue) vertragen Betroffene das Kleber-Eiweiß Gluten nicht, das beispielsweise in Weizen, Dinkel, Roggen oder Gerste enthalten ist. Dann müssen Lebensmittel wie Brot, Müsli, Kuchen, Knödel, Malzkaffee und Bier gemieden werden.

Eine immunologische Reaktion auf das Gluten kann eine chronische Darmentzündung auslösen. Davon betroffen sind allerdings nur sehr wenige Menschen – in Deutschland zwischen 0,1 und 1 Prozent der Bevölkerung. Bei einer Fruktosemalabsorption ist aufgrund eines Defekts des sogenannten Glukosetransporters Glut-5 die Aufnahme des Fruchtzuckers (Fruktose) aus dem Darm gestört.

Von einer Fruktoseintoleranz sprechen Mediziner nur, wenn jemand an einem angeborenen Enzymdefizit leidet, das unbehandelt Leber und Nieren schädigen kann, aber sehr selten vorkommt – nur etwa einer von 20.000 hat es.

„Die vergleichsweise harmlose Variante Fruktosemalabsorption ist dagegen weit verbreitet: Etwa jeder dritte Erwachsene ist betroffen, schätzt sowohl die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten als auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung“, berichtet der Chefarzt. „Unter der Diagnose sind allerdings nicht nur die Patienten zusammengefasst, die gar keine Fruktose vertragen, sondern alle, die bereits Beschwerden bekommen, wenn sie unter 25 Gramm Fruktose pro Stunde zu sich nehmen (so viel ist etwa in 400 Gramm Äpfeln oder 60 Gramm Honig enthalten).

Im Gegensatz zu anderen Zuckern wie Glukose oder Galaktose, kann jeder Organismus Fruktose nur in begrenzter Menge verarbeiten. Auch die meisten Gesunden bekommen Beschwerden, wenn sie mehr als 35 Gramm Fruktose pro Stunde zu sich nehmen.“

Alles Wissenswerte rund um das Themenfeld erfahren Interessierte beim „mha“-Gesundheitsforum „Laktose-, Fruktose- und Gluten-Unverträglichkeit“ am Mittwoch, 15. März, 18 Uhr, in der Stadthalle Alsdorf, Annastraße 2-6. Die Veranstaltung ist kostenfrei und wird in Kooperation mit dem Förderverein der Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen durchgeführt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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