Alsdorf - Ladies Cup: Vor jedem Spiel sind die Mädels „voll geladen”

Ladies Cup: Vor jedem Spiel sind die Mädels „voll geladen”

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
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Mit Schusskraft zum Erfolg: Beim Eintracht-Ladies-Cup zeigen die Mädchen was sie können.

Alsdorf. „Wer ist voll geladen? Eintracht Warden.” Diesen Schlachtruf brüllen die Eintracht-Mädchen vor jedem Spiel mit voller Kraft. Die richtige Einstimmung auf die Spiele beim Eintracht Ladies-Cup. Die Fußball-Euphorie ist bei den weiblichen Kickern derzeit besonders groß.

Bei den Spielen von Özil, Schweinsteiger und Co. fiebern die Mädchen von Eintracht Warden beim Public-Viewing am Alsdorfer Cinetower mit.Die Partien auf dem Wardener Sportplatz werden teilweise zur Hitzeschlacht.

In der prallen Sonne fiel das Kicken gar nicht so leicht. „Das ist ganz schön anstrengend”, sagt Eintracht-Stürmerin Patricia Sanchez. Die 18-Jährige dribbelte trotzdem ein ums andere Mal an den gegnerischen Abwehrspielerinnen vorbei. Auch die anderen Mädchen ließen sich von der Hitze nicht beeindrucken und spielten recht flotten und teilweise ansehnlichen Fußball.

Im Torabschluss zeigten sich die Mädchen zwar nicht immer so zielstrebig und Schussstark wie ihre männlichen Altersgenossen, dafür stimmten Ballsicherheit, Teamwork und Einsatz.

Trotz aller WM-Euphorie konnten die Wardener Mädchen nicht an die starken Leistungen von Jogi Jungs in Südafrika anknüpfen. Die beiden Teams der Eintracht belegten die Plätze sieben und acht bei dem Turnier, das für A- und B-Jugend-Teams offen war. Trotzdem fühlten sich die Wardenerinnen als „Sieger der Herzen”, wie Spielerin Valeska Sibbel sagte.

Zumindest diesen Titel machte ihnen niemand streitig. In den Spielen mussten sie sich allerdings mehrmals geschlagen geben. Und ein paar leichte Verletzungen trugen sie auch noch davon. „Das ist schmerzhaft, aber macht auch Spaß”, sagt Spielerin Jessica Thelen, „uns geht es ja vor allem darum zusammen Fußball zu spielen.” Das sieht auch Trainer Dieter Johnen so: „Gewinnen ist für uns nicht das wichtigste. Die Mädchen sollen Spaß beim Fußball und auch neben dem Platz haben.”

Sportlich machten allerdings die Kickerinnen des USFC Elsenborn aus Belgien, von Concordia Haaren, des JSV Baesweiler und der Spvgg Vochem aus Brühl eine bessere Figur. Diese Teams zogen ins Halbfinale ein. Das Finale zwischen Baesweiler und Vochem blieb lange torlos. Kurz vor Schluss bekam das Team aus Vochem einen Hand-Neunmeter zugesprochen, den sie sogleich versenkten.

Mädchen-Fußball erlebte spätestens seit den großen Erfolgen der DFB-Frauen einen echten Boom. Viele Mädchen in der Region treten mittlerweile gegen das Leder, sodass Mädchenfußball nun keine Randsportart mehr ist. Dennoch gibt es einige Unterschiede zum Jungenfußball. „Die Jungs sind es seit der F-Jugend gewohnt immer zu den Spielen und zum Training zu kommen.

Bei den Mädchen müssen oft Spiele verlegt werden, weil die Spielerinnen nicht können”, erklärt Markus Altmann, Mädchen-Beauftragter bei Eintracht Warden. Dafür ist der weibliche Nachwuchs enorm lernfähig. Trainer Dieter Johnen hat die Wardener Mädchen 2007 übernommen.

„Aller Anfang war schwer. Aber die Spielerinnen haben sich technisch und in Sachen Spielverständnis sehr gut weiterentwickelt”, erklärt Johnen. „Die Mädchen sind einfacher zu trainieren als Jungs. Denen kann man noch was beibringen. Und sie nehmen auch an, was man ihnen sagt.”
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