L50n: Startschuss für Ortsumgehung Setterich

Von: Verena Müller
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Kurz vor der Einmündung in den Adenauerring (zur Rechten im Rücken des Betrachters) entsteht ab März die Ortsumgehung Setterich. Foto: vm

Baesweiler. Aufatmen in Baesweiler und Umgebung. Nach 23 Jahren des Ringens, Fürsprechens und Wartens ist es endlich soweit: Die Umgehungsstraße für Setterich wird gebaut. Die L50n. Am Mittwoch, 1. März, ist Spatenstich. Verantwortlich ist – erneut muss man mit Blick auf die Berichterstattung zur Sanierung der Brücke über die A44 ja schon sagen – der Landesbetrieb Straßen.NRW.

Und dieser hat erneut nicht die Öffentlichkeit informiert, obwohl bereits in knapp zwei Wochen Baubeginn ist. Und so war auch am Mittwoch niemand vom Landesbetrieb für eine Stellungnahme oder detaillierte Informationen zu Trassenverlauf, Kosten, möglichen Behinderungen oder dergleichen zu erreichen.

Parallel zum Adenauerring

Aus der Mitteilung der Stadt Baesweiler jedenfalls geht hervor, dass die Trasse vom Adenauerring (Ecke Baumschule Höppener) parallel zum Adenauerring in Richtung Siersdorf durchs Feld führt und links ab bis zu dem Standort des ehemaligen Kraftwerks führt. Von dort geht es auf der L50 weiter.

Nach der Fertigstellung der B57n vor zwei Jahren stand aus Baesweiler Sicht dringend der Bau der L50n an. Der Planfeststellungsbeschluss ist seit dem Jahre 2008 bestandskräftig. Die Stadt hat sich aber schon deutlich länger mit Nachdruck für den Bau eingesetzt.

Der Bürgermeister, Dr. Willi Linkens (CDU), zeigte sich ob der Nachricht vom Baubeginn erleichtert: „Als Bürgermeister freue ich mich auf den Besuch von Minister Michael Groschek zum ersten Spatenstich am 1. März. Allen Beteiligten sage ich herzlichen Dank, besonders im Namen der Anwohner, die nach Fertigstellung der Straße eine deutliche Wohnwertsteigerung erfahren werden“, sagte er.

Und: „Nach dem Bau der B57n, die eine erhebliche Entlastung für die Ortslagen Setterich und Baesweiler darstellt, ist die L50n der weitere erforderliche Schritt, um den Durchgangsverkehr zu unserem Gewerbegebiet aus der Ortslage Setterich zu entfernen. Wir sind davon überzeigt, dass damit eine sehr wichtige und gute Verbindung zur Autobahnauffahrt Aldenhoven errichtet wird, ohne durch die Ortslage Setterich fahren zu müssen.“

Ein paar Details konnte außerdem das Büro des Landtagsabgeordneten Hendrik Schmitz (CDU) aus der Sitzungsvorlage 16/4396 liefern: Die geplante Ortsumgehung hat eine Länge von 2,1 Kilometern, Gesamtkosten: fünf Millionen Euro. Als Begründung für die Dringlichkeit der Realisierung ist die höhere Verkehrsbelastung der Ortsdurchfahrt unter anderem durch den Zu- und Abfluss der A44 genannt – was im Grunde aber kein neues Phänomen ist...

Die Entstehungsgeschichte der L50n von 1994 bis zum Spatenstich

31. Oktober 1994: Forderung nach anbaufreier Verbindung zwischen K27/B57 und der L50, Höhe Kraftwerk, zunächst als K27n.

13. Februar 1996: Im Rahmen der Fortschreibung des Landesstraßenbedarfsplanes beschließt der Stadtrat Baesweiler, die kurzfristige Realisierung der Ortsumgehungen L240n und L50n, von der K27 bis zur L50 zu beantragen.

4. Februar 1999: Forderung nach einer zeitnahen Realisierung der L50n. Schreiben ans NRW-Verkehrsministerium.

5. Oktober 2000: Darlegung der Notwendigkeit der L50n; hier: Besprechung mit Vertretern des Landesverkehrsministerium, unter anderem mit Ministerialrat Dr. Markus Mühl.

12. Dezember 2000: Der Bau- und Planungsausschuss beauftragt in Eigenregie die Erstellung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVS). Haushaltsmittel in Höhe von 50.000 DM werden hierfür bereitgestellt.

6. April 2001: Erneute Forderung nach kurzfristiger Realisierung der L50n. Schreiben an Verkehrsminister Ernst Schwanhold.

9. November 2001: Fertigstellung des Abschlussberichtes der UVS zur L50n.

Dezember 2001: Aufnahme der L50n in den Landestraßenbedarfsplan.

14. Dezember 2007: Planfeststellungsbeschluss, Bestandskraft 8. Mai 2008; im Anschluss Errichtung einer Ampelanlage im Kreuzungsbereich Siegenkamp/Ludwig-Erhard- Ring sowie Tätigung von Grunderwerb.

September 2011: Einstufung der L50n in die Landesplanbedarfsstufe 1, das heißt: höchste Prioritätsstufe. Erneute Resolutionen der Stadt Baesweiler auf Umsetzung der L50n an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), Städtebauminister Michael Groschek (SPD), die Landtagsabgeordneten der hiesigen Region und Regierungspräsidentin Gisela Walsken (SPD).

4. November 2016: Herstellung des Benehmens des Ausschusses für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landtages mit dem Landestraßenbauprogramm 2017. Die L50n ist in diesem Bauprogramm enthalten.

1. März 2017: Baubeginn der L50n.

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