Herzogenrath - L223: Gefahrenstelle auf Radweg ist behoben

L223: Gefahrenstelle auf Radweg ist behoben

Von: Holger Bubel
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Behoben: Der Gefahrenpunkt auf dem Radweg an der L223 zwischen Birk und Herzogenrath wurde nur Tage nach unserer Berichterstattung behoben. Eine glatte Teerdecke führt nun an dem Ahornbaum vorbei, dessen Wurzeln gefährliche Aspahlterhebungen verursacht hatten. Foto: Holger Bubel

Herzogenrath. Ob‘s die Sprühdosenaktion unseres Lesers Christoph Heins war, die Straßen NRW dazu bewogen hat, schnellstens die Gefahrenstelle auf dem Radweg entlang der Landesstraße 223 zwischen Birk und Herzogenrath zu beheben, oder ob das eine längst geplante Sanierungsmaßnahme war, das soll einmal dahingestellt sein. Jetzt jedenfalls ist die Gefahrenstelle behoben.

Leser Christoph Heins hatte am vergangenen Montag aus Protest gegen das zögerliche Straßen NRW zur besagten Sprühdose gegriffen und eine für die Radler gefährliche Stelle – bis zu acht Zentimetern erhob sich, durch eine Wurzel gesprengt die Asphaltdecke – mit roten Dreiecken markiert (Artikel: „Gesprühte Warnung“, 20. August).

Drei Radfahrer waren an eben jener Stelle verunglückt, erlitten schwere Verletzungen – mehrfache Knochenbrüche und offene Wunden, die stationär im Krankenhaus behandelt werden mussten – an deren Folgen sie immer noch leiden. Schmerzen und körperliche Beschwerden erinnern die Verunfallten bis heute an die Stürze, Gerichtsverfahren sind anhängig (Artikel „Drei schwere Unfälle an derselben Stelle“, 17. August).

Am Mittwoch nun rückte ein dreiköpfiges Tiefbauteam der Firma Kapellmann aus Würselen an, beauftragt von Straßen NRW. „Schon am Freitag haben wir vom Chef die Anordnung für den folgenden Montag erhalten, aber wegen eines Notfalls in Kohlscheid mussten wir zuerst dorthin ausrücken. Auch da ging es um eine gefährliche Stelle, die behoben werden musste“, erzählt einer der Straßenbauer.

Dass auch an dem Radweg diese dringende Maßnahme erledigt werden musste, war den Dreien bereits beim ersten Blick auf das zerstörte Stück Asphalt klar: „Heftig“, so der lakonische Kommentar der Handwerker.

Zunächst wurde die Radwegdecke in der gesamten Breite und auf etwa fünf Metern Länge aufgerissen, um dem Übeltäter, der Wurzel des prächtigen Ahornbaumes am Straßenrand, den Garaus zu machen. Nach dem Rückschnitt der Wurzel wurde der Boden rund 50 Zentimeter ausgekoffert, mit Teer verfüllt und planiert. „Das sollte für die nächsten 15 Jahre reichen – wenn der Baum mitspielt“, so die einhellige Meinung der Arbeiter.

Besagter Ahornbaum soll und wird wohl auch das Kappen der Wurzelteile überleben, Radfahrer von nun an gefahrlos ihn passieren können.

Drei Tage, anstatt drei Wochen

Zur Erinnerung: Diese Zeitung hatte Verunglückte zu Wort kommen lassen und Straßen NRW mit den Unfällen konfrontiert. Am vergangenen Freitag hieß es von dort noch durch Karl-Josef Reinartz,Regionalniederlassung Ville-Eifel, dass der Schaden „in den kommenden drei Wochen“ behoben werden solle.

Dass es dann doch „nur“ ein Wochenende nach Anfrage dieser Zeitung, der Berichterstattung und Spühaktion zwischen Auftragserteilung seitens Straßen NRW an das Würselener Unternehmen und der Umsetzung bedurfte, ist im Sinne aller Radfahrer umso erfreulicher . . .

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