Kurios: Lieferwagenfahrer sitzt im Laderaum fest

Von: red/pol
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Einsatz zu früher Stund: Zwei Stunden lang musste der Lieferwagenfahrer in seinem Fahrzeug ausharren, bis er endlich befreit werden konnte. Symbolfoto: dpa

Würselen. „Ein Sachverhalt, drei Meinungen“: So beginnt der Bericht der Polizei über das Pech eines Lieferwagenfahrers aus Bonn, der sich dieser Tage unfreiwillig im Laderaum seines Transporters einschloss. Von „Missgeschick“ über „verfluchte Technik“ bis hin zur selbst diagnostizierten „eigenen Blödheit“ reichte die Quintessenz des Sachverhaltes. Am Ende mussten die Türen des Wagens aufgeknackt werden.

Das Ganze hatte morgens, kurz nach 5 Uhr, bei einer Auslieferungsfahrt nach Würselen seinen Lauf genommen. Am Ziel angekommen, dem Recker-Gelände, stieg der junge Mann aus und verschloss pflichtgemäß das Führerhaus. Anschließend ging er um den Wagen herum, schloss die Ladetüren auf und stieg in den fensterlosen, dunklen Kasten, um Pakete herauszuholen. „Just in diesem Moment spielte der Wind ihm übel mit“, berichtet die Polizei. Beide Türen schlugen zu: „Nichts ging mehr.“ Mangels entsprechender Vorrichtung ließen sich die Türen von innen nicht öffnen. Über eine Zentralverriegelung verfügte der Wagen nicht.

Lautes Schreien und Klopfen brachte nichts - um die frühe Stunde war kaum ein Mensch unterwegs. „Also blieb nur der Anruf zur Polizei“, heißt es im Einsatzbericht. „Die schickte einen Funkstreifenwagen.“ Die Beamten konnten aber auch nichts ausrichten, außer mit dem unsichtbaren, hörbar verzweifelten Mann im Lieferwagen zu sprechen und ihn zu beruhigen.

Letztendlich musste ein Abschleppunternehmen mit einer Fachkraft zum Öffnen von Laderaumtüren ran. Noch während des Befreiungsvorgangs beteuerte der junge Mann, alles zu bezahlen, um ja aus dem Kasten herauszukommen. Nicht vergebens: „Der Fachmann vom Abschleppunternehmen erhörte und befreite ihn“, so ein Polizeisprecher. Ein Trost blieb dem Befreiten: „Der Preis war im Rahmen.“

Die Auslieferung der Ladung verzögerte sich zwar um knapp zwei Stunden, erfolgte aber mit weit und fest verankerten Laderaumtüren. Der Polizeibericht endet mit der Feststellung: „Der Wind war derweil verstummt.“

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