Alsdorf - Kunstwerke weiter im öffentlichen Raum etablieren

Kunstwerke weiter im öffentlichen Raum etablieren

Von: Elisa Zander
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Der Dreiklang am neu gestalteten Denkmalplatz: Dieses Kunstobjekt geht auf Philipp Dreber zurück, der 2008 den Kunstwettbewerb in Alsdorf gewann. Die Veranstalter wünschen sich erneut solche kreativen Vorschläge, um mehr Kunst in die Stadt zu holen. Foto: Elisa Zander

Alsdorf. Dass Kunst außerhalb von Räumlichkeiten sichtbar wird, wünscht sich Bürgermeister Alfred Sonders. Und nicht nur er: Auch die Vertreter des Kunstvereins Alsdorf, der Sparkasse Aachen und deren Kulturstiftung freuen sich über die erneute Ausschreibung des Kunstwettbewerbs „Kunst für Alsdorf“ für bildende Künstler und die daraus resultierenden Arbeiten und das, was damit zusammenhängt.

Sie wollen die Kunst herausholen aus den Räumlichkeiten und in der Öffentlichkeit positionieren. So, wie es ihnen bereits 2008 gelungen ist. „Bewegte Elemente“ ist der Titel in diesem Jahr, passend gewählt zum Thema Energie. „Der Raum des Anna-Parks und des Energeticons hat uns wirklich inspiriert“, sagt Andrea Presl vom Kunstverein Alsdorf, die auch die Ausschreibung verfasst hat. Und darum ist dies auch der Ort, an dem künftig das Werk des Wettbewerbsgewinners platziert werden soll. „Wir hätten gerne etwas im darstellenden Bereich“, erklärt Presl. „Ob das etwas Dauerhaftes wird, wird sich zeigen.“ Mit Begeisterung denken die Initiatoren dabei auch an die Skulptur „Dreiklang“, die seit 2009 auf dem Denkmalplatz steht. Erarbeitet hatte sie der Kölner Künstler Philipp Dreber, der 2008 ebenjenen Wettbewerb gewonnen hatte. „Der Dreiklang hat für uns eine große Image-verbessernde Wirkung“, sagt Sonders und verweist damit auf die in dem Zuge auch realisierte Neugestaltung des Denkmalplatzes.

Nun soll die Kunst einen Platz am Energeticon finden. Erde, Feuer, Wind und Luft – das in der Projektphase zu realisierende Konzept kann vieles sein. „Auch eine Aufteilung in kleinere Elemente“, sagt Andrea Presl. Seit einigen Tagen läuft der Bewerbungszeitraum. Teilnahmeberechtigt sind professionelle, bildende Künstler und Künstlergruppen aus der Region, den Niederlanden und Belgien, sowie Studierende einer Kunst- und Fachhochschule aus der Region. Zugelassen sind Bildhauerei, Skulpturen, Objekte und Installationen.

Eine siebenköpfige Jury wird schließlich entscheiden, wer den mit 1000 Euro dotierten Kunstpreis erhält. Tagen wird die Jury am 10. April. Fünf Juroren stehen bereits fest, zwei weitere will Andrea Presl noch nominieren. Außerdem werden weitere von der Jury ausgewählte Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung im Ludwig-Schaffrath-Haus ausgestellt. „In dem Ambiente des Hauses des berühmten Künstlers auszustellen, ist selbst für die, die nicht gewinnen, ein zusätzlicher Anreiz“, sagt Presl. Außerdem wird ein Katalog zur Ausstellung gefertigt. Im Rahmen der Vernissage wird dem Preisträger auch der Kunstpreis 2014 verliehen.

Für den Sieger stehen zur Realisierung seines Kunstwerks bis zu 6500 Euro zur Verfügung, gestiftet von der Sparkasse und der zugehörigen Kulturstiftung. Ein Engagement, „von dem wir in Alsdorf in besonderem Maße profitieren“, sagt Sonders. Bis zu weiteren 2500 Euro sagte Harald Richter vom Energeticon für die Umsetzung zu, wenn die Arbeit im oder um das Energeticon verbleibt. „Durch das Objekt wird das Gelände einen ganz anderen Charakter bekommen“, ist sich Harald Richter schon jetzt sicher.

1997 wurde die Maßnahme initiiert, seitdem wird alle drei Jahre der Kunstpreis ausgeschrieben. Aus wie vielen Bewerbungen die Jury schließlich auswählen darf, kann Andrea Presl noch nicht abschätzen. „Das schwankte in den vergangenen Jahren zwischen 20 und 60“, erinnert sich Josef Zentis, Ehrenvorsitzender des Kunstvereins. Es komme stets darauf an, was seitens des Kunstvereins in der Ausschreibung gefordert werde.

„Diesmal muss man eine besondere Arbeit in den Entwurf stecken“, sagt Presl, „man kann nicht einfach etwas fertiges einreichen, was gerade noch in der Schublade liegt.“ Schließlich soll das, was später den Bereich am Energeticon künstlerisch aufwertet, auch genau zu diesem Areal passen.

Manfred Aretz, Direktor im Bereich Privat- und Geschäftskunden Nord der Sparkasse, jedenfalls freut sich auf die anstehende Herausforderung der Jury, der er auch beiwohnt. „Die Vielfalt der Einsendungen ist das Interessante dabei.“

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