Kunstausstellung „Landschaften“: Lichtblick in Villa Herzogenrath

Von: nina
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Eröffneten die Ausstellung: Renate Meuter-Schröder (l.) und Künstlerin Claudia Meyer zur Heyde. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. „Lichtblick“ oder „Träumerei“ – Wenn das keine ausdrucksstarken Bildtitel sind, die Claudia Meyer zur Heyde für ihre jüngsten Werke gewählt hat. Die Malerin stellte jetzt im KKWZ „Villa Herzogenrath“ eine Auswahl ihrer aktuellen Arbeiten aus. Es ist die allererste Ausstellung der Aldenhovenerin, die sich der Landschaftsmalerei verschrieben hat.

„Anfangs habe ich noch keine konkrete Vorstellung, wenn ich zu malen beginne. Das Motiv entwickelt sich dann nach und nach“, erzählt sie über den Entstehungsprozess. Sie malt in Etappen, korrigiert, verändert, lässt dabei unterschiedliche Stimmungen einfließen. Ihre besondere Vorliebe gilt der Landschaft. „Ich bin nämlich sehr naturverbunden“, erzählt sie. Die Orte, an denen sie zur Ruhe kommt, die Seele baumeln lässt, hält sie am liebsten fest. Seit vier Jahren malt Meyer zur Heyde, nutzt dieses Hobby als eine Art Ventil.

„Stilles Wasser“, „Spiele der Naturgewalten“, „Vom Winde verweht“ oder „Die ewige Frage“ heißen weitere Werke. Ihre Ausstellung trägt den schlichten Namen „Landschaften“ und ist als vielsinniges Erlebnis konzipiert. Zur Vernissage hielt Renate Meuter-Schröder einen beeindruckenden Vortrag. Was Meuter-Schröder im Titel ihres Vortrags mit dem sperrigen Begriff „intermediale Quergänge“ bezeichnet, heißt schlicht und ergreifend, dass sie einladen möchte zum schauenden Betrachten von Bildern, dem Hören von poetischer Sprache, Poesie, und dem Lauschen von Musik, Livemusik. „Es geht um das ästhetische Erleben verschiedener kreativer Medien im Neben- und Miteinander“, erklärt Meuter-Schröder. Zu den Bildern hörten die Gäste Poesierezitationen und Livemusik. Ilse Schröder-Scheilen sang Lieder von Schubert, Mendelssohn-Bartholdy und Schumann. Pianist Karl Graf begleitete sie. „Das Landschaftsmotiv hat schon immer Dichter, Musiker und Maler zu künstlerischen Gestaltungen inspiriert. Dabei werden Stimmungen von Landschaften vermenschlicht“, erklärt Meuter-Schröder und zitiert Goethe: „Licht werde als lebensspendendes Element empfunden im Gegensatz zu gemütsverdüsterndem Dunkel, „wo Finsternis aus dem Gesträuche mit hundert schwarzen Augen sah“.

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